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Teil 2: Neue Technologien kippen die alte Detente

Wenn ein Staat es nun darauf anlegen würde, die Weltraumsysteme seiner Rivalen anzugreifen, hätte er grundsätzlich drei Möglichkeiten: Cyberangriffe, Angriffe auf Bodenstationen oder, am schwierigsten, Angriffe im Weltraum. Bei dem russischen Angriff auf Viasat zerstörten Hacker etwa die Modems auf der Erde, nicht die Satelliten. Denn kritische Infrastruktur auf der Erde, meint Sönnichsen, sei immer noch "viel anfälliger".

Die Fähigkeiten, stattdessen direkt im Orbit anzugreifen, heißen counterspace capabilities(öffnet im neuen Fenster). Nur drei Staaten verfügen über ein signifikantes Ausmaß solcher Technologien: China, Russland und die USA. Im Vergleich dazu stehen Cyberangriffe sogar nicht staatlichen Akteuren zur Verfügung – was sie heute vielleicht zur prekärsten Bedrohung macht(öffnet im neuen Fenster).

Cyberangriffe statt Weltraumkampfschiffe

In jedem Fall gilt, dass Gefechte im Weltraum nicht so aussehen würden wie die Laserschlachten aus Krieg der Sterne. Die berühmten Dogfights der Hollywood-Raumschiffe sind den Manövern von Kampfflugzeugen nachempfunden, die aus physikalischen Gründen im Weltraum "kaum möglich" seien, wie Sönnichsen erklärt(öffnet im neuen Fenster).

Stattdessen wäre ein Kampf im Weltraum "lautlos, langatmig und unspektakulär". Satelliten könnten einander rammen, China testete erfolgreich einen Greifarm, mit dem ein Satellit einen anderen aus dem Orbit befördern könnte(öffnet im neuen Fenster). Solche Low-Tech-Methoden haben zwar wenig mit Laserkanonen oder einem Killersatelliten gemeinsam, gelten aber dennoch als potenzielle Antisatellitenwaffen (Asat).


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