Geoffrey Hinton: KI-Pionier verlässt Google und redet über Chatbot-Risiken
Geoffrey Hinton(öffnet im neuen Fenster) , der als einer der Pioniere der KI gilt, hat Google verlassen. Der 75-Jährige äußerte sich in einem Interview mit der New York Times(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) recht negativ über die möglichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz: Er bedauere sein Lebenswerk, da es schwierig sei, sich eine Zukunft vorzustellen, in der Kriminelle die KI nicht für ruchlose Zwecke nutzten.
Hinton arbeitete mehr als zehn Jahre bei Google. Im Interview sagte er hinsichtlich seiner Arbeit an künstlicher Intelligent: "Ich tröste mich mit der üblichen Ausrede: Wenn ich es nicht getan hätte, hätte es jemand anderes getan."
Er war vornehmlich im Bereich Deep Learning tätig, einem Teilbereich der KI, der es Algorithmen ermöglicht, aus Erfahrung zu lernen und sich zu verbessern.
Nun ist Hinton jedoch besorgt darüber, dass die rasante Entwicklung der KI-Technologie unsere Fähigkeit, sie verantwortungsvoll zu handhaben, überholt hat. Er befürchtet, dass die Verbreitung von gefälschten Bildern und Texten es unmöglich machen wird, festzustellen, was wahr und was falsch ist, was zu breit gestreuten Fehlinformationen führen könne.
Hinton befürchtet, dass die KI irgendwann Arbeitsplätze vernichten wird, was zu erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen führen werde.
Programmiert die KI irgendwann selbst?
"Die Vorstellung, dass dieses Zeug tatsächlich schlauer werden könnte als die Menschen – ein paar Leute haben das geglaubt" , sagte Hinton in dem Interview. "Aber die meisten Leute hielten das für völlig abwegig. Ich dachte, es sei völlig abwegig. Ich dachte, das sei noch 30 bis 50 Jahre oder noch länger entfernt. Das glaube ich nicht mehr."
Hinton ist der Meinung, dass eine offene Diskussion über die mit KI verbundenen Risiken und die Entwicklung von Strategien zum effektiven Umgang mit diesen Risiken unerlässlich ist.
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