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Geoengineering: Wolkenimpfung mit Drohnen erhöht Niederschlagsmenge

500 Millionen Liter Wasser in Form von Schnee sind erzeugt worden. So könnte das Verschwinden des Great Salt Lake verhindert werden.
/ Mario Petzold
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Augustus Doricko, Gründer von Rainmaker, mit einer wolkenimpfenden Drohne (Bild: Rainmaker)
Augustus Doricko, Gründer von Rainmaker, mit einer wolkenimpfenden Drohne Bild: Rainmaker

Laut einem Bericht der Washington Post(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) ist es erstmals einem Unternehmen gelungen, Niederschlag mithilfe von Drohnen zu erzeugen und gleichzeitig den tatsächlichen Effekt und die Menge zu verifizieren. Das Start-up Rainmaker aus Kalifornien, USA, hat mit Drohnen Silberiodid in Eiswolken verteilt und damit 500 Millionen Liter Wasser zur Niederschlagsmenge hinzugefügt. Anders als bei früheren Bemühungen mit Flugzeugen können Drohnen deutlich einfacher in Eiswolken gesteuert werden und das Risiko für Menschen ist minimal.

Für den Nachweis, dass die Methode funktioniert, wurde ein Radarsystem genutzt, das vom National Center for Atmospheric Research, einem US-Forschungsinstitut, in Zusammenarbeit mit mehreren Universitäten entwickelt worden war. So soll sichergestellt werden, auch durch einen Abgleich mit vorhandenen Wetter- und Klimadaten, dass die Methode tatsächlich die Niederschlagsmenge erhöht.

Im vorliegenden Experiment führte das Silberiodid in Wolken, die kälter als -5 °C waren, dazu, dass die weiterhin vorhandenen, flüssigen Wassertropfen gefroren und als Schnee zu Boden fielen. Wobei 500 Millionen Liter im Grunde nichts sind – vergleichbar mit einem einzelnen Regenschauer auf dem Gebiet einer Großstadt.

Gegen Dürren hilft das kaum

Insbesondere in den beiden US-Bundesstaaten Idaho und Utah werden die Bemühungen intensiviert, den schwindenden Niederschlag mit Cloud Seeding beziehungsweise Wolkenimpfung wieder zu erhöhen. Laut dem Bericht verzwanzigfachte Utah die dafür bereitgestellten Gelder innerhalb von 10 Jahren auf 7 Millionen US-Dollar.

Dass schon länger zu wenig Regen fällt, während der Verbrauch an Wasser steigt, zeigt sich zum Beispiel am Great Salt Lake(öffnet im neuen Fenster) in Utah. Der See verlor in den letzten 30 Jahren knapp die Hälfte seines Volumens.

Mit dem zusätzlich erzeugten Niederschlag soll dessen Verschwinden, das schon in einigen Jahren drohen könnte, noch verhindert werden. Dafür jedoch müsste allein die Menge an zusätzlichem Niederschlag in der Region 500-mal größer ausfallen als bisher gezeigt.

Und die Methode hat ihre Grenzen, weil sie auf ausreichend feuchte Luft angewiesen ist. Der Washington Post nannte Jonathan Jennings, Meteorologe der Wasserbehörde in Utah, einen Wert von bestenfalls 15 Prozent, um den die Niederschlagsmenge durch Wolkenimpfung erhöht werden könne.

Die bestehende Dürre dürfte das zumindest lindern können. Unklar ist aber weiterhin, welche weiteren Auswirkungen auf das lokale und überregionale Wetter ein flächendeckender Einsatz der Technik am Ende hätte.


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