Geodaten: 200 Beschäftigte verpixelten Google-Street-View-Häuser

Weil vor fünf Jahren nach einer hitzigen Debatte viele ihr Wohnhaus bei Google Street View verpixeln lassen wollten, gibt es heute viele Vorschriften - die Geodaten sind veraltet und Microsoft oder Nokia Here haben gar nicht erst angefangen.

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Am Oranienplatz in Berlin
Am Oranienplatz in Berlin (Bild: Google Street View/Screenshoot: Golem.de)

Um Aufnahmen bei Google Street View zu verpixeln, hätte Google in Deutschland im Jahr 2011 vorübergehend 200 Mitarbeiter eingestellt, hat Harald Lemke heute bei einem Hintergrundgespräch des IT-Branchenverbands Bitkom erklärt. Die Anonymisierung müsse händisch gemacht werden, sagte der Vorstandschef des Vereins Selbstregulierung Informationswirtschaft (SRIW).

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Der Verband hat den Datenschutzkodex für Geodatendienste formuliert, den Google, Microsoft, Nokia und andere unterzeichnet hatten. Vor fünf Jahren hatte Google es nach einer emotional geführten Mediendebatte Bewohnern und Eigentümern von Häusern ermöglicht, Straßenpanorama-Bilder noch vor der Veröffentlichung verpixeln zu lassen. Microsoft oder Nokia Here sind aus Sorge vor öffentlicher Kritik gar nicht erst an den Start gegangen. Susanne Dehmel vom Bitkom erklärte, die großen Unternehmen würden gerne wieder neue Aufnahmen machen.

Doch heute verwenden 80 Prozent der Internetnutzer in Deutschland regelmäßig Straßenpanoramadienste wie Street View. Das hat eine nach den Angaben repräsentative Umfrage im Auftrag des SRIW unter 1.014 Internetnutzern ergeben. Danach wünschen sich zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten ein flächendeckendes Angebot dieser Online-Dienste. Derzeit bietet hierzulande nur Google öffentlich zugängliche Straßenpanoramabilder an, und das auch nur von 20 Städten.

"Im Gegensatz zu weiten Teilen Europas und weiteren Ländern in aller Welt müssen sich die Nutzer in Deutschland mit einem stark eingeschränkten Angebot zufriedengeben", Lemke. "Deutschland ist bei diesen Diensten im europäischen Vergleich ein weißer Fleck."

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Franz-Reinhard Habbel vom Deutschen Städte- und Gemeindebund betonte: "Auch die Kommunen erkennen die vielseitigen Einsatzbereiche von Straßenpanoramaaufnahmen, unter anderem bei Feuerwehr, Polizei, Verkehr, Mobilität und Touristik. Um noch bestehende Unsicherheiten zu verringern, wurde der Kodex nun überarbeitet." Die Voraussetzungen der Nutzung von Straßenpanoramaaufnahmen durch die Kommunen würden nun klar im Kodex beschrieben und dadurch würde Rechtssicherheit sowohl für die Kommunen als auch für deren überwiegend mittelständische Firmen geschaffen.

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dev_null 07. Mai 2015

So ein Unsinn. Ist die Einbruchquote in Länder wie Frankreich, Italien gestiegen. Nein...

ProArchive 21. Apr 2015

Und das heißt, dass solche Bildaufnahmen definitiv nicht mit irgendwelchen...

Bassa 21. Apr 2015

"Sie leben jetzt sein 10 Jahren an der Autobahn, gibt es irgendwelche Folgeschäden...

Bassa 21. Apr 2015

Man unterwirft eigentlich niemanden einem Zwang, denn es wird nur ein Haus abgebildet...



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