Geoblocking: EU verhängt Millionenstrafe gegen Valve und andere Publisher

Rund 7,8 Millionen Euro müssen Valve und weitere Publisher als Strafe zahlen, weil sie die Verwendung günstiger Keys blockiert haben.

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Logo von Steam
Logo von Steam (Bild: Valve)

Die EU-Kommission hat nach einem mehrjährigen Verfahren eine Strafe von rund 7,8 Millionen Euro gegen Valve und fünf Spielepublisher verhängt. Die höchste Summe in Höhe von 2,89 Millionen Euro muss der französische Publisher Focus Home bezahlen.

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Auf das inzwischen zu Microsoft gehörende Unternehmen Zenimax (Bethesda) entfallen 1,66 Millionen Euro und auf die deutsche Firma Koch Media 977.000 Euro. Bei Capcom stehen 396.000 Euro und bei Bandai Namco 340.000 Euro auf den Strafzetteln.

Valve muss mit 1,62 Millionen Euro zwar nur die dritthöchste Zahlung leisten. Die Kommission hebt aber Valve in der offiziellen Pressemitteilung besonders hervor - vor allem, weil das Unternehmen nicht kooperiert habe. Die anderen Firmen haben wegen ihrer Zusammenarbeit einen leichten Strafnachlass erhalten.

In dem Verfahren ging es um Geoblocking auf Steam - also Sperren auf Basis der Region, aus der die jeweiligen Nutzer stammen. Die sechs Unternehmen sorgten zwischen 2010 und 2015 bei Steam-Keys für Spiele aus einigen osteuropäischen Ländern wie Ungarn und Polen dafür, dass sie nicht von Nutzern aus westlichen Märkten verwendet werden konnten.

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Der Grund: Die Keys wurden in Osteuropa zu niedrigeren Preisen verkauft. Geoblocking ist aber innerhalb der European Economic Area (EEA) nicht zulässig. Insgesamt waren rund 100 Computerspiele aus allen Genres betroffen.

Valve hatte sich im April 2019 öffentlich zu dem Rechtsstreit geäußert. Das Unternehmen hatte damals gesagt, dass die Regionalsperren nur für rund 3 Prozent aller Spiele auf Steam gegolten hätten. Ab 2015 habe Valve alle Sperren aufgehoben, sofern sie nicht aus anderen Gründen wie Jugendschutz nötig waren.

Außerdem hatte Valve argumentiert, dass die Abschaffung von Regionalsperren bedeuten werde, "dass Publisher wahrscheinlich die Preise in weniger wohlhabenden Regionen erhöhen."

Nachtrag vom 21. Januar 2021, 14:30 Uhr

Valve hat sich schriftlich gegenüber der US-Presse zu dem Fall geäußert. Das Unternehmen betont, dass es während der siebenjährigen Untersuchungen intensiv mit der EU-Kommission zusammengearbeitet habe. Allerdings habe man keine Schuld eingestehen wollen. Auch mit der verhängten Strafzahlung sei man nicht einverstanden.

Ob das bedeutet, dass Valve nun Rechtsmittel gegen die Entscheidung der EU einlegt, ist nicht klar. Davon abgesehen schildert Valve seine Sicht der Dinge, ohne grundlegend Neues zu ergänzen.

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deadjoe 21. Jan 2021

Also es wäre nur richtig wenn die Osteuropäischen Keys teurer werden und die dadurch...

Pantsu 21. Jan 2021

Mehr als RTCW braucht man eh nicht, und das ist steamfrei.

LH 21. Jan 2021

Mach meiner Erfahrung kaufen heute die meisten Spiele entweder in Sales oder über...

Anrao 21. Jan 2021

Klingt erstmal plausibel. Dann wende dich doch an einen Anwalt und schau ob was geht...



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