Abo
  • Services:
Anzeige
Die EU-Kommission will das Geoblocking von gekauften Inhalten teilweise verbieten.
Die EU-Kommission will das Geoblocking von gekauften Inhalten teilweise verbieten. (Bild: Carl Court/Getty Images)

Geoblocking: EU-Kommission fordert Mitnahmerecht für Online-Abos

Die EU-Kommission will das Geoblocking von gekauften Inhalten teilweise verbieten.
Die EU-Kommission will das Geoblocking von gekauften Inhalten teilweise verbieten. (Bild: Carl Court/Getty Images)

Die EU-Kommission legt erste Pläne für einen digitalen Binnenmarkt vor. Das Geoblocking soll damit abgeschafft werden. Aber nur für sehr bestimmte Inhalte.

Internetnutzer sollen von 2017 an europaweit auf von ihnen abonnierte Online-Dienste zugreifen können. Die EU-Kommission legte am Mittwoch Pläne für ein Teilverbot des sogenanntes Geoblockings vor. Die neue Verordnung soll verhindern, dass Internetnutzer von ihnen bezahlte digitale Dienste auf Reisen oder im Urlaub nicht nutzen können. Es handele sich dabei um Inhalte wie E-Books, Musik, Spiele, Filme, Fernsehserien oder Sportrechte.

Anzeige

Wer heute zum Beispiel ein Abonnement für Live-Übertragungen der Fußball-Bundesliga hat, wird in der Regel über eine technische Barriere daran gehindert, vom Ausland aus darauf zuzugreifen. Die Anbieter wollen so Klagen wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen verhindern.

ARD und ZDF bleiben gesperrt

Die EU-Kommission ist der Ansicht, dass rechtlich nichts dagegen spricht, dass registrierte Nutzer von Online-Diensten bei zeitlich befristeten Auslandsreisen auf in ihrem Heimatland angebotene Medien zugreifen. Mit der neuen Verordnung werde man den EU-Bürgern "den rechtmäßigen Zugang zu Inhalten und deren rechtmäßige Nutzung erleichtern", sagte der für Digitalwirtschaft zuständige EU-Kommissar, Günther Oettinger. Damit entspreche die Kommission der Lebenswirklichkeit der EU-Bürger, die sich immer häufiger vorübergehend im Ausland aufhielten oder dort Urlaub machten.

Die geplante Neuregelung gelte allerdings nicht für öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF, sagte Oettinger. Zwar bezahlten die Nutzer dafür Gebühren, nähmen jedoch keine Vertragsrechte ins Ausland mit. Die Regelung gilt somit nicht für frei verfügbare Inhalte, sondern nur für solche, für die man sich als abonnierter Nutzer anmelden kann.

"Erhebliche Bedenken" aus der Kreativwirtschaft

Zudem soll es nicht möglich sein, von Deutschland aus beispielsweise einen Online-Dienst in einem anderen EU-Staat zu abonnieren und diesen dauerhaft hierzulande zu nutzen. "Wenn es auf den Hauptwohnsitz gar nicht mehr ankäme, dann könnte ich mir in den 28 Mitgliedsstaaten aussuchen, wo gerade Pay-TV für irgendein Thema, für einen Film, für Sportrechte am billigsten ist. Ich könnte dann in Malta die Sportrechte für den englischen Fußball erwerben, was mit Sicherheit nicht im Sinne aller Beteiligten ist", sagte Oettinger. Mit einem solchen Vorschlag würde die Kommission "gegen die Wand fahren".

Er räumte ein, dass es durchaus noch Widerstand gegen die vorgelegten Pläne gebe: "Unser Vorschlag der Portabilität begegnet im Rat, von einigen Mitgliedstaaten, und in der Kreativwirtschaft erheblichen Bedenken." Dennoch sei das Thema, im Gegensatz zu anderen Gebieten des digitalen Binnenmarktes, bereits "entscheidungsreif". Die Datenportabilität sei nur der "Appetizer" auf diesem Weg. Im kommenden Jahr sollen weitere Reformen vorgestellt werden, darunter eine Modernisierung und Harmonisierung des Urheberrechts. Ob es ein Leistungsschutzrecht auf EU-Ebene geben soll, ließ Oettinger offen.

Damit der nun vorgelegte Verordnungsentwurf in Kraft treten kann, müssen noch das EU-Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten zustimmen. Die Regelungen wären dann für alle EU-Staaten bindend und müssten nicht mehr in nationales Recht umgesetzt werden.


eye home zur Startseite
mainframe 10. Dez 2015

Interessant ist es aber, dass ARD und ZDF über Sat in fast ganz Europ zu empfengen sind...

flasherle 10. Dez 2015

genau das dachte ich beim lesen auch...

Zockmock 10. Dez 2015

Ist sowas nicht Bestandteil vom TISA? Irgendwas mit billig Löhner im Hochlohnland?!

exxo 10. Dez 2015

... hat wieder zugeschlagen. Allerdings hat Oettinger das erste mal seitdem er diesen...

elgooG 09. Dez 2015

Im Urlaub ist es noch weniger schlimm. Möchte man dauerhaft umziehen kommen erst recht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Birkenstock GmbH & Co. KG Services, Neustadt (Wied)
  2. ETAS GmbH & Co. KG, Stuttgart
  3. Robert Bosch Packaging Technology GmbH, Crailsheim
  4. ifb KG, Seehausen am Staffelsee


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 699€
  2. 29,99€ + 5,99€ Versand (günstiger als die schlechtere Nicht-PCGH-Version)

Folgen Sie uns
       


  1. Elektroauto

    Tesla Model S brennt auf österreichischer Autobahn aus

  2. Ubuntu 17.10 im Test

    Unity ist tot, lange lebe Unity!

  3. Asus Rog GL503 und GL703

    Auf 15 und 17 Zoll für vergleichsweise wenig Geld spielen

  4. Swisscom

    Einsatz von NG.fast bringt bis zu 5 GBit/s

  5. Bixby 2.0

    Samsung will Sprachassistenten auf viel mehr Geräte bringen

  6. FAA

    CNN-Drohne darf über Menschen fliegen

  7. Nintendo Switch

    Firmware 4.0 bietet Videoaufnahmen mit Einschränkungen

  8. UE Blast und Megablast

    Alexa-Lautsprecher sind wasserfest und haben einen Akku

  9. TPCast im Hands on

    Überzeugende drahtlose Virtuelle Realität

  10. Separate Cloud-Version

    Lightroom nur noch als Abo erhältlich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Flettner-Rotoren: Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
Flettner-Rotoren
Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
  1. Hyperflight China plant superschnellen Vactrain
  2. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  3. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße

Cybercrime: Neun Jahre Jagd auf Bayrob
Cybercrime
Neun Jahre Jagd auf Bayrob
  1. Antivirus Symantec will keine Code-Reviews durch Regierungen mehr
  2. Verschlüsselung Google schmeißt Symantec aus Chrome raus
  3. Übernahme Digicert kauft Zertifikatssparte von Symantec

Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. 30.000 US-Dollar Schaden Admin wegen Sabotage nach Kündigung verurteilt
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

  1. Re: Verkrüppelter Nautilus-Dateimanager

    Fonsis | 13:09

  2. Re: Sinn?

    ML82 | 13:09

  3. Re: Ich habe 12 Minuten..

    Bannsänger | 13:08

  4. Re: "kann zwar kein Benzintank explodieren"

    bombinho | 13:08

  5. Re: Ist das relevant? Wir haben jedes Jahr 15000...

    _4ubi_ | 13:05


  1. 12:25

  2. 12:00

  3. 11:56

  4. 11:38

  5. 10:40

  6. 10:23

  7. 10:09

  8. 09:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel