Geo-Sar-Satelliten: China verfolgt Frachtschiff aus dem Weltraum
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Während ein unter japanischer Flagge fahrender Öltanker durch die nördliche Grenzregion der Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer fährt, wird er genauestens aus der Luft beobachtet. Aus einer Höhe von 35.800 km wird der etwa 340 Meter lange und 60 Meter breite Frachter namens Towa Maru von einem chinesischen Satelliten auf seiner Route überwacht, teilt die South China Morning Post (SCMP)(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung einer Studie mit.
Im März 2026 wurde eine Reihe undatierter Radarbilder der Towa Maru von chinesischer Seite veröffentlicht. Es war das erste Mal, dass ein Sar-Satellit (Synthetic Aperture Radar) eine langfristige Verfolgung eines sich bewegenden maritimen Ziels erfolgreich erreicht hatte – trotz Wolkendecke, Dunkelheit und rauem Wellengang.
Chinas geostationäre Radarsatelliten
Zum Einsatz kamen die chinesischen Geo-Sar-Satelliten wie die Gaofen-Serie. Die Gaofen-Serie gehört zu den ersten 16 Projekten, die im Februar 2006 vom Staatsrat der Volksrepublik China verabschiedet wurden, um hochauflösende Radaraufnahmen von der Erde zu liefern.
Die meisten Radarsatelliten fliegen jedoch in niedrigen Umlaufbahnen von etwa 500 bis 800 km. Sie sind schnell, sehen ein Ziel aber nur für wenige Minuten. Mit der Gaofen-13 und der Gaofen-4-Serie platzierte China jedoch auch SAR-Raumfahrzeuge in der geosynchronen Umlaufbahn.
Die Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn können eine Auflösung von bis zu zehn Zentimetern erreichen, die in 35.800 km Entfernung erreichen schätzungsweise Auflösungen im Bereich von 15 bis 20 Metern.