Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Überwachung aus dem Weltall – mit nur drei Satelliten

Für diese Fähigkeit benötigen einige Länder möglicherweise Hunderte, wenn nicht Tausende von Satelliten. China könnte eine globale, 24/7-Überprüfung von hochwertigen Zielen jedoch mit lediglich drei Satelliten abdecken – ausgenommen sind dabei die Polregionen.

Während die Sichtbarkeit gegeben ist, hängt die Verfolgung (Tracking) von der Rechenkapazität und der Signalqualität ab. Der wissenschaftliche Durchbruch liegt in einem neuen Algorithmus, der das Kielwasser und die Wellenmuster von Schiffen identifizieren und trotz atmosphärischer Störungen verfolgen kann. Der gemessene Positionsfehler betrug(öffnet im neuen Fenster) bei einem Öltanker rund drei Kilometer. Bei vier weiteren, namentlich nicht genannten Schiffen betrug der Fehler lediglich 1,6 Kilometer.

Militärische Meisterleistung

Die Ergebnisse bestätigen Befürchtungen des US-Militärs, dass China seine A2/AD-Kapazität (Anti-Access/Area-Denial) aufbaut – ein militärstrategisches Konzept, bei dem es darum geht, einem Gegner den Zugang zu einem bestimmten Operationsgebiet zu verwehren oder seine Bewegungsfreiheit darin massiv einzuschränken.

Das ist wie eine digitale und physische Schutzglocke, die ein Land um sein Territorium oder eine strategisch wichtige Region legt. Früher konnte eine Supermacht wie die USA einfach einen Flugzeugträger vor die Küste eines Krisenherdes schicken, um Stärke zu zeigen.

Ein funktionierendes A2/AD-System macht diesen Träger jedoch zu einem extrem verwundbaren und leichten Ziel, noch bevor er seine eigenen Flugzeuge starten kann. Durch die neue chinesische Fähigkeit haben US-amerikanische Flugzeugträgerverbände keine Möglichkeit mehr, sich durch Tarnung oder Wetterbedingungen der Entdeckung zu entziehen.

Informationen zur Studie

Da die South China Morning Post ihre Quellen nicht verlinkt, scheint die zutreffendste Studie für diese Meldung diese hier zu sein, veröffentlicht (auf Chinesisch) in der Fachzeitschrift Journal of Radars: An Integrated Detection-tracking-localization Framework for Moving Experimental Verification Ships in Geosynchronous Orbit Synthetic Aperture Radar with Experimentelle Verifizieru Experimentelle Verifizieru(öffnet im neuen Fenster) (Ein integriertes Erkennungs-Tracking-Lokalisierungs-Framework für bewegte Schiffe im geosynchronen Orbit-Synthetischen Blendenradar mit experimenteller Verifizierung).


Relevante Themen