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DNA-Strang: Gene einfacher, schneller und günstiger, als es bisher möglich war, bearbeiten
DNA-Strang: Gene einfacher, schneller und günstiger, als es bisher möglich war, bearbeiten (Bild: Pixabay/CC-BY 1.0)

Gentechnik: Mediziner setzen einem Menschen Crispr-veränderte Zellen ein

DNA-Strang: Gene einfacher, schneller und günstiger, als es bisher möglich war, bearbeiten
DNA-Strang: Gene einfacher, schneller und günstiger, als es bisher möglich war, bearbeiten (Bild: Pixabay/CC-BY 1.0)

Crispr-Cas9 ist neues, vielversprechendes Verfahren für die Modifizierung von Genen. Erstmals haben chinesische Mediziner einem Krebspatienten damit veränderte Zellen eingesetzt, die den Krebs bekämpfen sollen.

Mit genetisch veränderten Zellen gegen Krebs: Chinesische Wissenschaftler haben einem Krebspatienten Zellen eingesetzt, die mit dem Crispr-Cas9-Verfahren modifiziert wurden. Es sei das erste Mal, dass Zellen, deren Gene mit diesem Verfahren verändert wurden, einem Menschen eingesetzt wurden, berichtet die britische Fachzeitschrift Nature.

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Crispr-Cas9 ist ein relativ neues Verfahren für die Bearbeitung von Genen. Dabei schneidet das Enzym Nuklease einen Teil aus einem Desoxyribonukleinsäure-Strang (DNA, von Englisch: Deoxyribonucleic Acid), dem Träger des Erbguts, um beispielsweise ein Gen auszuschalten oder es durch ein neues Stück Erbgut zu ersetzen.

Gene können gezielt bearbeitet werden

Teil von Crispr-Cas9 ist ein Navigationssystem, mit dem die Genschere präzise an die richtige Stelle auf dem DNA-Strang gesteuert werden kann. Das von der französischen Biologin Emmanuelle Charpentier entwickelte Verfahren ermöglicht es, Gene einfacher, schneller und günstiger, als es bisher möglich war, zu bearbeiten.

Das Team um den Mediziner Lu You von der Universität in Chengdu in der südwestchinesischen Provinz Sichuan hat mit diesem Verfahren Zellen modifiziert und einem Patienten injiziert. Dieser ist an einer besonders aggressiven Form von Lungenkrebs erkrankt.

PD-1 wurde ausgeschaltet

Die Forscher entnahmen dem Patienten Immunzellen aus dem Blut und deaktivierten darin das Protein PD-1, eine Abkürzung von Programmed Cell Death Protein 1. Die Zellen mit dem ausgeschalteten PD-1 setzten sie dann dem Patienten wieder ein.

PD-1 verringert die Immunreaktion des Körpers, was Autoimmunreaktionen verhindert. Allerdings wird dadurch im Gegenzug das Krebswachstum nicht eingeschränkt. Die Forscher hoffen, dass der Körper mit Hilfe der modifizierten Zellen den Krebs selbst erfolgreich bekämpft.

Zehn Patienten sollen behandelt werden

Im Verlauf der Studie wollen die Mediziner zehn Patienten behandeln. Sie sollen zwei bis vier Injektionen erhalten. Auch der jetzt behandelte Patient wird noch einmal modifizierte Zellen bekommen. Die Patienten werden dann sechs Monate lang überwacht, um zu prüfen, ob die Behandlung mit den genetisch veränderten Zellen Nebenwirkungen zeitigt.

Lu ist damit einem US-Team zuvorgekommen, das Anfang 2017 eine klinische Studie zur Krebsbehandlung mit Crispr starten will. An einer Universität in der chinesischen Hauptstadt Peking soll im kommenden Frühjahr ein weiterer klinischer Test durchgeführt werden. Experten sehen bereits ein biomedizinisches Rennen auf diesem Gebiet zwischen China und den USA kommen.

Das Verfahren ist, wie die Gentechnik überhaupt, umstritten. Kritiker befürchten, dass es mit Crispr-Cas9 möglich sein wird, auch das Erbgut von Embryonen zu verändern und so Designerbabys zu schaffen.


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Abdiel 17. Nov 2016

Weil Sorgfalt, Zuwendung und Muttermilch durch keine genetische Spielerei ersetzt werden...

Abdiel 17. Nov 2016

Irgendwie kriegt man das Gefühl, hier würden Blinde über Landschaftsbilder debattieren...

Dwalinn 17. Nov 2016

Ich wittere eine 1 Mio $ Idee fürs nächste CoD

Vielfalt 16. Nov 2016

Ich würde für die nächste Evolutionsstufe die Verschmelzung von Mensch und Technik...

Ach 16. Nov 2016

Medizinischer Rebound Effekt. Falls sich verdächtige Flecken auf der Lunge zeigen oder...



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