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Genre-Mix mit Risiko: Mike & Nick & Nick & Alice mit Sci-Fi-Twist

In einem komplexem Genremix bringt Mike & Nick & Nick & Alice bei Disney+ Action, Humor und Zeitreise zusammen – mit Erfolg.
/ Peter Osteried
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Vince Vaughn spielt Gegenwarts-Nick (links) und Zukunfts-Nick (rechts). (Bild: Disney+)
Vince Vaughn spielt Gegenwarts-Nick (links) und Zukunfts-Nick (rechts). Bild: Disney+

Die Actionkomödie Mike & Nick & Nick & Alice vereint mehrere Genres und wurde trotz branchentypischer Vorbehalte von einem großen Studio umgesetzt, wie das US-amerikanische Branchenmagazin The Hollywood Reporter berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Der Film von Regisseur und Drehbuchautor BenDavid Grabinski startete am 27. März beim Streamingdienst Disney+.

Das Projekt kombiniert Elemente aus Actionkomödie, Gangsterfilm, Romcom, Tragikomödie und Science-Fiction – insbesondere Zeitreisen. Solche Mischformen gelten in der Branche als schwer vermarktbar, da Studios meist klare Konzepte bevorzugen.

Wilder Genremix

Im Zentrum der Handlung stehen zwei Figuren namens Nick und deren Komplize Mike. Mike arbeitet als Handlanger für einen Kredithai und hat eine Affäre mit dessen Frau Alice. Während er aus dem kriminellen Umfeld aussteigen will, wird er in einen letzten Auftrag verwickelt.

Die zentrale Wendung: Eine Version von Nick aus der Zukunft reist sechs Monate zurück, um Fehler der Gegenwart zu korrigieren. Schauspieler Vince Vaughn übernimmt dabei eine Doppelrolle, während James Marsden und Eiza González weitere Hauptrollen spielen.

Grabinski verzichtet bewusst auf komplexe Erklärungen der Zeitreisemechanik. Stattdessen setzt der Film auf einfache Regeln und emotionale Konsequenzen. Diese reduzierte Herangehensweise wurde intern zunächst skeptisch bewertet, kam jedoch bei Testvorführungen gut an.

Das Finale bleibt bewusst offen und deutet weitere Möglichkeiten an, ohne direkt auf eine Fortsetzung hinzuarbeiten.

Achtung, Spoiler zum Ende des Films

In einer späten Wendung enthüllt Alice die Existenz einer zweiten Zeitmaschine. Der Film endet damit, dass Mike in die Maschine steigt, um den Tod von Nick zu verhindern, nachdem sowohl die Gegenwarts- als auch die Zukunftsversion ihm zuvor das Leben gerettet hatten.

Grabinski setzt bewusst auf ein offenes Ende: Statt eine Fortsetzung vorzubereiten, will er das Publikum zum Weiterdenken anregen. Eine mögliche Fortsetzung schließt er aber nicht aus, wenn ihn die Inspiration packt. Geplante Abspannszenen, die Mikes Eingriffe in die Zeit gezeigt und somit ein Mini-Sequel dargestellt hätten, wurden aus Budget- und Zeitgründen nicht umgesetzt.


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