Performance-Charakteristika und Limitierungen
Der Agent konsumiert Tokens sehr aggressiv, was bedeutet, dass Pro-Nutzer schnell ihre Limits erreichen. Für datenintensive Aufgaben empfiehlt sich der Max-Plan, der aber deutlich teurer ist.
Die Browser-Steuerung mit Chrome erfordert ein Plug-in. Dann kann Claude Cowork Chrome steuern und Informationen von Websites gewinnen. Das geht allerdings sehr langsam und erfordert oftmals die Zustimmung der Anwender. Web-Scraping-Aufgaben überlässt man besser anderen Tools wie Selenium oder Puppeteer.
Was nicht funktioniert, ist die Fernsteuerung beliebiger MacOS-Apps. So konnten wir mit Apple Karten nichts anfangen, uns wurde aber Google Maps im Browser von Cowork empfohlen, als wir um unseren Standort herum Restaurants recherchieren ließen, die um 0 Uhr noch geöffnet hatten. Das klappte hervorragend, wir erhielten eine Liste mit validen Daten, dauerte allerdings rund fünf Minuten.
Leider verliert Claude Cowork derzeit noch den Kontext, wenn seine MacOS-App geschlossen wird oder der Mac in den Ruhezustand geht. Das lässt sich natürlich durch entsprechende Einstellungen im Betriebssystem verhindern, doch das Tool warnt nicht davor.
Bisher gibt es noch keine Integration mit Claude Projects, keine Session-Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten des Anwenders oder gar einen Zugriff auf frühere Chats. Bislang ist Cowork vom restlichen Claude-Ökosystem abgeschnitten.