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GenH2: Mercedes-Truck fährt 1.000 Kilometer mit Wasserstofftank

Daimler Truck hat mit dem Lkw-Prototyp GenH2 mit einem einzigen Tank flüssigen Wasserstoffs über 1.000 km zurückgelegt.
/ Andreas Donath
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GenH2 (Bild: Daimler Truck)
GenH2 Bild: Daimler Truck

Die Wasserstoff-Rekordfahrt von Wörth am Rhein nach Berlin(öffnet im neuen Fenster) mit einem Lkw von Mercedes zeige, dass die Brennstoffzelle für die Dekarbonisierung anspruchsvoller Fernverkehrsanwendungen geeignet ist, sagt der Hersteller.

Immerhin fuhr der 40-Tonnen-Sattelzug GenH2, der mit einem Brennstoffzellensystem von Cellcentric betrieben wird, voll beladen mit einer Tankfüllung 1.000 km. Unabhängige Prüfer des TÜV Rheinland bestätigten die Leistung und bescheinigten die Fahrt unter realen Bedingungen mit verschlossenen und geprüften Tanks.

Andreas Gorbach, Daimler-Trucks-Vorstand für Lkw-Technik, der das Fahrzeug steuerte, sieht den idealen Einsatzbereich für Brennstoffzellen-Lkw im Langstreckenverkehr. Er erklärte: "Um den Verkehr zu dekarbonisieren, brauchen wir sowohl batterieelektrische als auch wasserstoffbasierte Antriebstechnologien."

Der GenH2-Truck wurde im Daimler-Entwicklungszentrum in Wörth vor der Abfahrt mit -253 °C kaltem Flüssigwasserstoff betankt. Flüssiger Wasserstoff ermöglicht eine höhere Energiedichte im Vergleich zu Gas, was die mögliche Reichweite erhöht.

Dekarbonisierung mit Akku- und Brennstoffzellen-Lösungen

Daimler Truck hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2039 in den Kernmärkten nur noch klimaneutrale Fahrzeuge anzubieten. Dabei sieht das Unternehmen Akkus als geeignete Lösung für den innerstädtischen Verteilerverkehr und vorhersehbare Routen, während Wasserstoff für den flexiblen, schweren Langstreckenverkehr als vielversprechend gilt. In den kommenden Jahren plant Daimler Truck erste Kundenversuche mit dem Wasserstoff-Lkw durchzuführen und strebt eine Serienproduktion bis Mitte des Jahrzehnts an. Diese Schritte unterstreichen das Engagement des Unternehmens, innovative Technologien voranzutreiben und einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors zu leisten.


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