Genesis Market verkauft: Darknet-Marktplatz findet nach Razzia neuen Besitzer
Drei Monate nachdem Ermittlungsbeamte aus 17 Staaten mehrere Domains von Genesis Market im Rahmen einer weltweiten Strafverfolgungsoperation namens Cookie Monster beschlagnahmten , haben die Administratoren des Darknet-Marktplatzes ihre illegale Handelsplattform inzwischen verkauft. Wie Bleeping Computer berichtet(öffnet im neuen Fenster) , kündigte einer der Administratoren, der in einem Hackerforum unter dem Pseudonym Genesisstore auftritt, dieses Vorhaben bereits am 28. Juni an.
Potenziellen Interessenten habe der Verkäufer demnach zugesichert, mitunter eine Datenbank, den Quellcode sowie die Server-Infrastruktur übergeben zu wollen. Auch das Inventar, das unter anderem einen Formular-Grabber, gestohlene Cookies, IP-Adressen, Geräteinformationen, Passwörter und eine Reihe anderer persönlicher Daten enthält, sei Bestandteil des Angebots. Lediglich einige Kundendetails wolle er von der Transaktion ausschließen.
Vor wenigen Tagen habe Genesisstore erklärt, er habe einen Käufer gefunden, der bereits eine Anzahlung geleistet habe. In einem neuen Beitrag teilte er mit, Genesis Market werde "im nächsten Monat an einen neuen Besitzer übergeben." Die Benutzerkonten in den zugehörigen Foren wolle Genesisstore hingegen nicht übergeben. Diese werde der neue Eigentümer bei Bedarf selber neu anlegen.
Genesis Market blieb nach Razzia weiterhin aktiv
Der erstmals Ende 2017 aufgetauchte Genesis Market war bis zuletzt eine der beliebtesten Darknet-Handelsplattformen für Cyberkriminelle. Dort handelten böswillige Akteure mitunter Zugangsdaten und digitale Fingerabdrücke. Nach Angaben des US-Justizministeriums(öffnet im neuen Fenster) umfasste das Angebot auf dem Marktplatz vor der Razzia im vergangenen April mehr als 80 Millionen Anmeldedaten, die Hacker von über 1,5 Millionen kompromittierten Computersystemen gestohlen haben.
Trotz der durch Operation Cookie Monster beschlagnahmten Domains blieb Genesis Market im Darknet weiterhin aktiv. Was genau die Beweggründe des Käufers sind, die illegale Plattform zu erwerben und was dies genau für die Zukunft des Marktplatzes bedeutet, bleibt vorerst unklar.
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