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Generative KI: Fast die Hälfte der Briten würde generative KI abschaffen

Eine Yougov-Umfrage zeigt eine hohe Skepsis gegenüber generativer KI in Großbritannien. Besonders junge Erwachsene lehnen die Technik ab.
/ Nils Matthiesen
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Briten lehnen generative KI zum großen Teil ab. (Symbolbild) (Bild: Matheus Bertelli / Pexels)
Briten lehnen generative KI zum großen Teil ab. (Symbolbild) Bild: Matheus Bertelli / Pexels

Eine neue Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov(öffnet im neuen Fenster) offenbart eine erhebliche Skepsis der britischen Bevölkerung gegenüber generativer künstlicher Intelligenz. Demnach würden 42 Prozent der erwachsenen Briten generative KI komplett wieder abschaffen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Weitere 22 Prozent der Befragten zeigen sich unentschieden darüber, ob sie die Technologie befürworten oder ablehnen.

Junge Erwachsene zeigen die größte Ablehnung

Entgegen der Annahme, dass jüngere Generationen der Technologie besonders offen gegenüberstehen, ist die Ablehnungsquote in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen am höchsten. In dieser Gruppe sprechen sich 55 Prozent für eine vollständige Abschaffung aus. Lediglich 27 Prozent der jungen Erwachsenen würden generative KI beibehalten. Damit ist der Anteil der Technologiegegner unter den Jüngeren doppelt so hoch wie der Anteil der Befürworter, obwohl diese Altersgruppe laut anderen Untersuchungen zu den aktivsten Nutzern zählt. Ältere Bevölkerungsgruppen zeigen sich in der Umfrage weniger radikal.

Als mögliche Ursachen für die Skepsis der jüngeren Generation gelten die intensivere Nutzung sozialer Medien, über die sich KI-generierte Fehlinformationen verbreiten, sowie die Sorge vor dem Wegfall von Einstiegsjobs auf dem Arbeitsmarkt. Zudem hält die Sorge an, dass KI menschliche Arbeitsplätze ersetzt, während Technologiekonzerne Stellenstreichungen verkünden. Generative KI ist trotz hoher Investitionen von Unternehmen wie OpenAI, Google, Microsoft, Anthropic und Meta im Alltag der Menschen präsent, unter anderem in Suchmaschinen, Smartphones, Produktivitätssoftware und Kundenservice-Systemen.

Sinkende Akzeptanz und Sorgen um Ressourcen

Die sinkende Akzeptanz ist kein rein britisches Phänomen. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2025(öffnet im neuen Fenster) zur öffentlichen Wahrnehmung vor und nach der Veröffentlichung von ChatGPT zeigt einen Rückgang der Zufriedenheit. Die Zustimmung zu rein menschlichen Entscheidungen stieg, während die Unterstützung für KI-Entscheidungen sank.

Der Anteil der Befragten, die KI als überhaupt nicht akzeptabel einstufen, erhöhte sich von 23 Prozent auf 30 Prozent. In den USA äußern 50 Prozent der Menschen(öffnet im neuen Fenster) mehr Besorgnis als Begeisterung über die Entwicklung. Sie befürchten negative Auswirkungen auf das kreative Denken und den Beziehungsaufbau, bewerten das Potenzial zur Problemlösung jedoch etwas optimistischer. Eine spezifische Yougov-Befragung zu ChatGPT vor dem geplanten Börsengang von OpenAI lieferte hingegen ein weitgehend positives Ergebnis, bei dem das Vertrauen in dieses Produkt über dem Durchschnitt lag.

Neben der Funktionalität spielen Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte eine Rolle. In den USA reagierten bereits Regionen und Städte mit Moratorien für neue Rechenzentren auf Engpässe bei Energie, Wasser und Land. In Großbritannien stoßen solche Infrastrukturprojekte ebenfalls auf Widerstand. 48 Prozent der britischen Erwachsenen lehnen ein neues KI-Rechenzentrum in ihrer lokalen Region ab, während nur 20 Prozent ein solches Projekt unterstützen würden. Auch diese Haltung ist bei den jüngeren Bürgern besonders stark ausgeprägt.


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