General Motors: Weltraumhandschuh arbeitet am Fließband

Der ursprünglich für Weltraumeinsätze gedachte Handschuh Roboglove soll Fließbandarbeitern und Kranken helfen, kraftvoller zuzugreifen. Er ist von der Nasa und General Motors entwickelt und vom schwedischen Unternehmen Bioservo verfeinert worden.

Artikel veröffentlicht am ,
General-Motors-Manager schüttelt dem Robonaut 2 (R2) die Hand.
General-Motors-Manager schüttelt dem Robonaut 2 (R2) die Hand. (Bild: General Motors/CC BY-NC 3.0)

Immer wieder kraftvoll und präzise zupacken ist für den Menschen keine leichte Aufgabe. Doch mit dem Roboterhandschuh Roboglove oder Human Grasp Assist, den sich der Nutzer wie ein Exoskelett überstreift, soll das gelingen. Der Roboglove wurde eigentlich für den Einsatz im Weltraum konzipiert und während der Entwicklung des humanoiden Roboters Robonaut 2 gebaut, der auf der ISS der Besatzung zur Hand gehen soll. Der Robonaut sollte mit für Menschenhände geformten Werkzeugen umgehen können.

  • Roboglove (Bild: General Motors/ CC BY-NC 3.0)
  • Marty Linn, General Motors-Manager für Advanced Technology und Robotik, schüttelt dem Robonaut 2 (R2) die Hand. (Bild: General Motors/ CC BY-NC 3.0)
Roboglove (Bild: General Motors/ CC BY-NC 3.0)
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Der Greifassistent ist ähnlich wie die menschliche Hand aufgebaut, wobei Muskeln und Sehnen durch Spann- und Stellglieder ersetzt wurden. Außerdem verfügt das Gerät über zahlreiche Sensoren, um den Tastsinn zu ersetzen und zu erkennen, was der Träger vorhat. Dessen Kraft wird durch Roboglove deutlich verstärkt. So ermüden die Muskeln nicht so schnell, und die Präzision der Bewegungen bleibt erhalten.

Das schwedische Medizintechnikunternehmen Bioservo hat eine Lizenz für die Technik von Roboglove erworben, um das Gerät verfeinern und einsetzen zu können, etwa zur medizinischen Rehabilitation oder in der industriellen Fertigung. Dabei soll die von den Schweden entwickelte Technik SEM Glove (Soft Extra Muscle) mit dem Roboglove kombiniert werden. SEM ist so etwas wie ein weiches Exoskelett, das Handbewegungen unterstützt und ebenfalls batteriebetrieben ist.

"Der Nachfolger von Roboglove reduziert den Kraftaufwand für Menschen, die andauernd oder mehrfach hintereinander mit Werkzeugen hantieren", sagt Kurt Wiese von GM Global Manufacturing Engineering.

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plutoniumsulfat 12. Jul 2016

Ist halt die Frage, wie viel das Teil wiegt.

johnsonmonsen 12. Jul 2016

Hallo zusammen! Dieses Problem ließe sich umgehen, falls man die Verstärkung der...

Bigfoo29 12. Jul 2016

...dass seine Technik endlich marktreif wird. Das grundlegende Konzept der "negativen...

jones1024 12. Jul 2016

Guten Morgen... Grrrrggknack



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