General Motors: Weltraumhandschuh arbeitet am Fließband
Immer wieder kraftvoll und präzise zupacken ist für den Menschen keine leichte Aufgabe. Doch mit dem Roboterhandschuh Robogloveoder Human Grasp Assist, den sich der Nutzer wie ein Exoskelett überstreift, soll das gelingen. Der Roboglove wurde eigentlich für den Einsatz im Weltraum konzipiert und während der Entwicklung des humanoiden Roboters Robonaut 2 gebaut, der auf der ISS der Besatzung zur Hand gehen soll. Der Robonaut sollte mit für Menschenhände geformten Werkzeugen umgehen können.
Der Greifassistent ist ähnlich wie die menschliche Hand aufgebaut, wobei Muskeln und Sehnen durch Spann- und Stellglieder ersetzt wurden. Außerdem verfügt das Gerät über zahlreiche Sensoren, um den Tastsinn zu ersetzen und zu erkennen, was der Träger vorhat. Dessen Kraft wird durch Roboglove deutlich verstärkt. So ermüden die Muskeln nicht so schnell, und die Präzision der Bewegungen bleibt erhalten.
Das schwedische Medizintechnikunternehmen Bioservo(öffnet im neuen Fenster) hat eine Lizenz für die Technik von Roboglove erworben, um das Gerät verfeinern und einsetzen zu können, etwa zur medizinischen Rehabilitation oder in der industriellen Fertigung. Dabei soll die von den Schweden entwickelte Technik SEM Glove (Soft Extra Muscle) (öffnet im neuen Fenster) mit dem Roboglove kombiniert werden. SEM ist so etwas wie ein weiches Exoskelett, das Handbewegungen unterstützt und ebenfalls batteriebetrieben ist.
"Der Nachfolger von Roboglove reduziert den Kraftaufwand für Menschen, die andauernd oder mehrfach hintereinander mit Werkzeugen hantieren", sagt Kurt Wiese von GM Global Manufacturing Engineering.
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