General Motors: Hummer EV fährt auch im Krabbengang

General Motors hat mit dem Hummer einen Off-Road-Pick-up mit 1.000 PS, drei Motoren und 350-kW-Schnelllademodus vorgestellt.

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GMC Hummer EV
GMC Hummer EV (Bild: General Motors)

Nach langem Warten hat General Motors den elektrischen Hummer vorgestellt. Der Pick-up ist geländefähig und soll mit drei Motoren mit einer Gesamtleistung von 745 kW (1.000 PS) ausgestattet sein. Von seinem kantigen Design her erinnert das Fahrzeug tatsächlich an das Militärfahrzeug Humvee, aus dem der zivile Hummer in den 90er Jahren hervorging. Dennoch - im Inneren geht es jedoch deutlich luxuriöser zu, wie die Bilder zeigen.

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Das Drehmoment der Elektroversion soll bei etwa 2.030 Newtonmetern liegen. Dagegen ist der Militär-Humvee geradezu schwachbrüstig - er erreichte selbst mit dem großen Dieselmotor nur 515 Newtonmeter. Von 0 auf 100 km/h soll es in etwa 3 Sekunden gehen.

Wir fahren seitwärts

Der sogenannte Crabwalk oder Krabbengang erlaubt es dem Elektroauto, die Hinter- und Vorderräder bei niedrigen Geschwindigkeiten im gleichen Winkel zu lenken. Dadurch entsteht eine diagonale Bewegung des Fahrzeugs, um in schwerem Gelände besser manövrieren zu können.

Dazu kommt eine adaptive Luftfederung, die das Fahrzeug um bis zu 149 mm anheben kann, um über Geröll oder durch tiefe Furten fahren zu können. Für die große Bodenfreiheit sorgen auch die 35-Zoll-Reifen, die zur Standardausstattung gehören. Alternativ können auch noch größere 37-Zoll-Reifen montiert werden. Auf diese Weise kann Wasser mit einer Tiefe von einem Meter durchfahren werden. Der Unterboden ist durch Stahlplatten geschützt, die um den Akku herum platziert sind. Dazu kommen Unterbodenkameras vorne und hinten, um auch Alleinefahrern das Manövrieren im komplexen Gelände zu erleichtern. Die Kameras sind mit Waschdüsen ausgerüstet und gegen Steinschlag geschützt. Insgesamt sind am Auto 18 Kameras verbaut.

  • GMC Hummer EV (Bild: GM)
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GMC Hummer EV (Bild: GM)
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Auf den Bildschirmen können auf Wunsch Drehmoment, Differenzialsperreneinschaltung, Reifendruck, Nick- und Wankwinkel, ein Driftmesser und die Drehmomentvektorisierung dargestellt werden. Der große Infotainment-Bildschirm bietet eine Bildschirmdiagonale von 13,4 Zoll, das Fahrerdisplay ist 12,3 Zoll groß.

Schnelles Laden, um den Gegnern ein Argument zu rauben

Der Hummer ist mit dem Ultium-Akku von General Motors ausgerüstet und soll mit seinem 800-Volt-System an öffentlichen Schnellladesäulen mit bis zu 350 kW geladen werden können. So soll es möglich sein, innerhalb von 10 Minuten eine Reichweite von 160 km nachzuladen. General Motors schätzt die Gesamtreichweite auf 560 km, unabhängige Tests wurden noch nicht durchgeführt. Zur Akkukapazität gibt es noch keine offiziellen Angaben.

Mit der Super-Cruise-Fahrerassistenzfunktion kann das Auto selbstständig lenken und bietet eine automatische Spurwechselfunktion, mit der das System feststellen kann, wann ein Spurwechsel optimal ist und einen Spurwechsel einleiten kann.

Der elektrische Hummer soll Ende 2021 in Produktion gehen und schlägt damit eventuell auch Teslas Cybertruck.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Teures Fahrzeug als Statussymbol

Zunächst wird der Hummer EV in vier Varianten angeboten. Ab Herbst 2021 wird der Hummer EV Edition 1 für 112.595 US-Dollar angeboten. Diese Version wird den Krabbengangmodus und die Luftfederung enthalten. Die günstigste Version soll ab 76.000 US-Dollar zu haben sein. Die günstigeren Modelle sollen nicht vor 2023 auf den Markt kommen.

General Motors investiert etwa 2,2 Milliarden US-Dollar

GM will 2,2 Milliarden US-Dollar in seine US-Fabriken stecken, um die Produktion von Elektrofahrzeugen zu erhöhen. Davon fließen circa 2 Milliarden US-Dollar in ein Werk in Spring Hill, Tennessee, in dem zukünftig Elektrofahrzeuge gebaut werden, inklusive des bereits vorgestellten Cadillac Lyriq. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, bis 2023 weltweit mindestens 20 neue Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen zu wollen.

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