Abo
  • Services:
Anzeige
GE-Mitarbeiter mit Cold-Spray-Einrichtung: beliebig große Teile aufbauen
GE-Mitarbeiter mit Cold-Spray-Einrichtung: beliebig große Teile aufbauen (Bild: General Electric)

General Electric Reparieren mit 3D-Druck-ähnlichem Verfahren

Cold Spray ist laut General Electric eine dem 3D-Druck verwandte Technik zum Reparieren von Metallteilen, die das Schweißen ersetzen könnte. Damit sollen sich aber auch Gegenstände aufbauen lassen.

Anzeige

3D-Druck ist bisher in erster Linie zur Herstellung von Objekten eingesetzt worden. Der US-Konzern General Electric (GE) nutzt ein dem 3D-Druck ähnliches Verfahren, um Gegenstände aus Metall zu reparieren.

Cold Spray heißt die Technik. GE nennt sie aber - in Anlehnung an den aktuellen Rummel um den 3D-Druck - auch 3D-Painting, also 3D-Malerei. Dabei wird Metallpulver mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Kilometer pro Sekunde aus einer Düse auf eine Oberfläche geschossen. Die kinetische Energie, die in den Partikeln gespeichert sei, reiche aus, um deren Oberfläche so stark aufzuheizen, dass die Partikel beim Auftreffen auf die Oberfläche mit dieser verschmölzen, erklärt ein GE-Mitarbeiter.

Zufallsentdeckung

Sowjetische Forschern hätten den Effekt Mitte der 1980er Jahre durch Zufall entdeckt, erzählt er weiter: Sie hätten in einem Windkanal Teile testen wollen. Um die Strömung sichtbar zu machen, hätten sie Kupferpulver zugegeben. Doch statt um das Teil herumzuströmen, habe sich das Kupfer darauf festgesetzt.

Cold Spray sei ein "innovativer 3D-Prozess", der es ermögliche, "Teile mit Materialien wiederherzustellen, die passen und die Beschaffenheit des Originals widerspiegeln", sagt Anteneh Kebbede vom Coating and Surface Technologies Lab bei GE Research. Auf diese Weise könne die Lebensdauer von Teilen deutlich verlängert werden.

Magnesiumlegierungen

Die Technik soll die Reparatur von Maschinen- und Flugzeugteilen wie Rotoren, Propeller oder Getriebe verändern. Einige dieser Teile ließen sich überhaupt erst mit Cold Spray reparieren: In der Luftfahrt würden Teile aus Magnesiumlegierungen gefertigt, sagt der GE-Mitarbeiter. Magnesium lasse sich aber nicht schweißen, sehr wohl aber mit Cold Spray bearbeiten.

Die Technik lässt sich laut GE allerdings nicht nur zum Reparieren einsetzen. Naheliegend ist, das Verfahren zur Beschichtung einzusetzen - zu diesen beiden Zwecken will GE das Verfahren bei seinem Ölbohreinrichtungen nutzen. Schließlich sei Cold Spray auch als 3D-Drucktechnik geeignet, sagt GE. Damit könnten beliebig große Teile aufgebaut werden - ein Vorteil gegenüber Verfahren mit einem Drucker, bei dem der Bauraum beschränkt ist.


eye home zur Startseite
Anonymer Nutzer 09. Nov 2013

Zahnschmelz ist schon sehr robust ... aber ja, mit dem Verfahren wird man ihm wohl eher...

Anonymer Nutzer 09. Nov 2013

Gusseisen wird aber auch in Zukunft in eine Form gegossen. Das was General Electric da...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. IKOR Management- und Systemberatung GmbH, deutschlandweit
  2. twocream, Wuppertal
  3. GALERIA Kaufhof GmbH, Köln
  4. Experis GmbH, Berlin


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 6,99€
  2. 44,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (-15%) 33,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Digital Paper DPT-RP1

    Sonys neuer E-Paper-Notizblock wird 700 US-Dollar kosten

  2. USB Typ C Alternate Mode

    Thunderbolt-3-Docks von Belkin und Elgato ab Juni

  3. Sphero Lightning McQueen

    Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

  4. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  5. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  6. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  7. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  8. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  9. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  10. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Yodobashi und Bic Camera: Im Rausch der Netzwerkkabel
Yodobashi und Bic Camera
Im Rausch der Netzwerkkabel
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Preisschild Media Markt nennt 7.998-Euro-Literpreis für Druckertinte

Vernetzte Hörgeräte und Hearables: Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
Vernetzte Hörgeräte und Hearables
Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
  1. The Dash Pro Bragis Drahtlos-Ohrstöpsel können jetzt auch übersetzen
  2. Beddit Apple kauft Schlaf-Tracker-Hersteller
  3. Smartwatch Huawei Watch bekommt Android Wear 2.0

In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. id Software "Global Illumination ist derzeit die größte Herausforderung"
  2. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)

  1. Re: Ich werd es mir wohl kaufen oder gibt es...

    ArcherV | 12:45

  2. Re: 700$ - Ich hätte da eine bessere Lösung...

    ArcherV | 12:44

  3. Re: Realitätsflucht

    plutoniumsulfat | 12:42

  4. Re: Für Vermögende die kreativ sein wollen..

    Evron | 12:25

  5. Re: Unix, das Betriebssystem von Entwicklern, für...

    Nikolai | 12:22


  1. 10:10

  2. 09:59

  3. 09:00

  4. 18:58

  5. 18:20

  6. 17:59

  7. 17:44

  8. 17:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel