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General Atomics und Anduril: USA wollen 1.000 autonome Kampfflugzeuge bauen

General Atomics und Anduril sind mit der Serienproduktion unbemannter Kampfflugzeuge beauftragt worden. Langfristig sind rund 1.000 Einheiten geplant.
/ Andreas Donath
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Unbemannte Kampfflugzeuge YFQ-42A (unten) und YFQ-44A (Bild: U.S. Airforce)
Unbemannte Kampfflugzeuge YFQ-42A (unten) und YFQ-44A Bild: U.S. Airforce

Das Pentagon hat in seinem Collaborative Combat Aircraft-Programm(öffnet im neuen Fenster) Verträge an General Atomics(öffnet im neuen Fenster) und Anduril vergeben(öffnet im neuen Fenster). Aus den Prototypen YFQ-42A und YFQ-44A werden damit die Serienmodelle FQ-42A und FQ-44, die künftig neben bemannten Jagdflugzeugen eingesetzt werden sollen.

Das Piloten- und Produktionsproblem

Die Ausbildung eines Kampfpiloten dauert Jahre, ein erheblicher Teil der Kandidaten schließt sie nie ab. Die Flotte an Trainingsflugzeugen, die allein für diesen Nachwuchs benötigt wird, ist gewaltig. Hochkomplexe Plattformen wie der F-35 treiben Kosten und Beschaffungszeiten weiter in die Hohe.

Das Fazit der Militärplaner: Eine realistische Ausweitung bemannter Verbände ist in einem großangelegten Konflikt nicht machbar. Autonome, günstigere Flugzeuge sollen die Lücke schließen.

Wie will das Pentagon Abhängigkeiten vermeiden? – Softwareentwicklung wird aufgeteilt

Die Verträge spiegeln auch Lehren aus früheren Beschaffungspannen wider. Die Flugzeugproduktion wird von der Softwareentwicklung getrennt, die auf rund ein halbes Dutzend Unternehmen verteilt wird. So soll verhindert werden, dass ein einzelner Anbieter im Ernstfall zum Flaschenhals wird. Zudem soll der Entwicklungszyklus von Jahren auf Monate verkürzt werden.

Die beiden Flugzeuge: Was hinter YFQ-42A und YFQ-44A steckt

Die Bezeichnungen folgen dem militärischen Nummerierungssystem der USA: Y steht für Prototyp, F für Jäger, Q für Drohne. Beide Muster sind damit offiziell als Kampfdrohnen klassifiziert, eine Premiere in der Geschichte des US-Militärs. Das Y fällt weg, sobald die Maschinen in Serie gehen.

YFQ-42A Dark Merlin von General Atomics

Der YFQ-42A gehört zur Gambit-Familie von General Atomics und leitet sich vom XQ-67A ab, einem Demonstrator, den das Unternehmen für das Air Force Research Laboratory gebaut hat. Das Flugzeug ist für den Einsatz zusammen mit F-22 und F-35 ausgelegt und verfügt über einen Lufteinlass am Rücken, einen gestreckten Rumpf, V-Leitwerke und einen internen Waffenschacht, der AIM-120-AMRAAM-Luft-Luft-Raketen aufnehmen kann. Das KI-System des YFQ-42A wurde über mehr als fünf Jahre Flugtests mit der strahlgetriebenen MQ-20 Avenger trainiert.

YFQ-44A Fury von Anduril

Der YFQ-44A trägt intern den Namen Fury und geht auf einen Entwurf von Blue Force Technologies zurück. Anduril übernahm das Unternehmen 2023 und passte den Entwurf für das CCA-Programm an. Angetrieben wird die Maschine von einem Williams FJ44-Turbofan, der aus der Businessjet-Welt stammt. Der Anteil kommerzieller Standardbauteile liegt bei rund 94 Prozent, was die Produktion vereinfacht und verbilligt. Das Flugzeug führt einen Missionsplan eigenständig aus, regelt Flugsteuerung und Schub ohne menschlichen Eingriff und kehrt auf Knopfdruck zum Landeplatz zurück.

Auch andere Militärmächte, darunter europäische Staaten, treiben autonome Flugsysteme voran.


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