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Gencast und Vertex AI: Googles Wetter-KI soll ein Sprung von mehreren Jahren sein

Google stellt nicht nur eine Wettervorhersagungssoftware, sondern auch einen Generator für spielbare 3D-Welten, für Videos und Bilder vor.
/ Oliver Nickel
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Googles KI kann das Wetter gut vorhersagen. (Bild: Pixabay.com)
Googles KI kann das Wetter gut vorhersagen. Bild: Pixabay.com

Google arbeitet mit dem Team von Deepmind stets an weiteren KI-Programmen, die diverse digitale Inhalte generieren können. Nun hat Google ein neues Modell namens Gencast vorgestellt, welches Wetter voraussagen kann. Außerdem gibt es zwei neue Modelle für die Vertex-AI-Plattform. Das sind Veo, welches Videos aus Texprompts oder Bildern generieren kann, und Imagen 3, welches Bilder aus Texten erstellt. Dazu kommt ein KI-Generator, der aus Textprompts begehware 3D-Welten erstellt.

Laut ersten Tests ist die Wettersoftware Gencast(öffnet im neuen Fenster) bei der Wettervorhersage wohl besser als das bei vielen Nationen aktiv genutzte Ensemble Prediction System. Dabei wurden beide Programme gegenübergestellt und für das Voraussagen von mehr als 1.000 globalen Windgeschwindigkeiten eingesetzt. In 97,2 Prozent der Fälle ist Googles KI-System genauer gewesen, heißt es in einem Bericht des Nature-Magazins(öffnet im neuen Fenster) . Die Voraussagen seien bis zu 15 Tage im Voraus zuverlässig. Bisher liegt der Standard bei zehn Tagen.

Für das Training wurde Gencast mit vielen historischen Wetterdaten aus dem Era5-Archiv versorgt. Diese Daten enthalten wichtige Parameter wie Temperaturen, Windgeschwindigkeiten und Luftdrücke in verschiedenen Höhen. Die Ergebnisse erster Tests sind für Deepmind ermutigend. Es fühle sich so an, als sei durch die KI ein Sprung von mehreren Jahren im Bereich der Wettervorhersagen getätigt worden.

Generieren von Spielen mit KI

Ein völlig neues Projekt ist zudem Genie 2(öffnet im neuen Fenster) . Diese KI kann aus einzelnen Bildern begehbare 3D-Welten generieren. Ein ähnliches Konzept zeigte vor kurzem auch Worldlabs . Allerdings scheint die Lösung von Google aktuell weniger Beschränkungen zu unterliegen. Unter anderem werden neben den Welten selbst auch passende Figuren für Third-Person-Spiele generiert.

Außerdem soll sich die KI den Zustand einer Welt in Grenzen merken können. Das soll für eine gewisse Persistenz sorgen, wenn Spieler an einen Ort zurückkehren. Als Nutzen sehen die Forscher von Deepmind unter anderem den Einsatz als Trainingstool für KI-Agenten. Die Software kann mittels API nämlich von Menschen oder Programmen gesteuert werden.

Videos und bessere Bilder generieren

Veo ist Googles neues Bild-zu-Video-Modell, welches in der Cloud von Kunden gemietet werden kann. Die KI kann Clips mit einer Länge von wenigen Sekunden erstellen. Dafür könnte unter anderem ein Textprompt für ein zuvor durch Imagen 3 generiertes KI-Bild dienen. Imagen 3 wird ebenfalls dem Vertex-AI-Sortiment(öffnet im neuen Fenster) hinzugefügt. Es handelt sich hier um ein klassisches Diffusionsmodell, welches aus Textprompts Bilder erstellt. Ausgaben sind laut Google im Vergleich zum Vorgänger vor allem realistischer. Wie Dall-E, Midjourney und andere Modelle kann das System fotorealistische oder stilisierte Ergebnisse erzeugen.

Veo und Imagen 3 können auf Vertex AI bestellt werden. Bei den anderen KI-Modellen handelt es sich aktuell noch um Forschungsprojekte.


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