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Verfügbarkeit und Fazit

Das Gemini PDA kostet in der WLAN-Version im Onlineshop des Herstellers Planet Computers 500 Pfund, was umgerechnet 570 Euro sind. Mit LTE-Modul müssen Käufer 600 Pfund hinlegen, also knapp 685 Euro. In den Preisen sind das HDMI-Kabel oder das Kameramodul nicht inbegriffen.

Fazit

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Als PDA- und Tastaturliebhaber wollen wir das Gemini mögen; wir finden die Idee eines kleinen Gerätes charmant, auf dem man auch mal bequem einen längeren Text schreiben kann. Planet Computers macht es uns mit der aktuellen Version des Gemini aber nicht leicht, uns für den PDA zu begeistern.

  • Das Gemini steht in der Tradition klassischer PDAs, wie dem Atari Portfolio, dem Psion und den Nokia-Communicator-Modellen. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Das Gemini, dahinter ein Psion und der Atari Portfolio (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Der Standfuß des Gemini ist gleichzeitig das Scharnier, das den Bildschirm mit der Tastatureinheit verbindet. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Mit einem separaten Knopf können wir den Google Assistant aufrufen. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Das Display ist 5,99 Zoll groß und zeigt Inhalte scharf an. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Das Gemini ist aus Metall und Kunststoff gefertigt, die Verarbeitung ist gut. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Um an den SIM- und SD-Karten-Steckplatz zu gelangen, müssen wir eine Metallklappe mit einem Spezialwerkzeug entfernen. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Neben dem SIM-Karten-Steckplatz befindet sich der Anschluss für das optionale Kamera-Modul. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Klappe mit dem Werkzeug zu entfernen, erfordert ein wenig Überwindung - es fühlt sich jedes Mal so an, als würden wir das Gemini dabei kaputt machen. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Das Gemini hat eine vollwertige Tastatur mit Scissor-Tasten. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Das deutsche Layout ist angesichts des geringen Platzes gut gewählt, benötigt allerdings einige Eingewöhnungszeit. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Tasten müssen möglichst in der Mitte getroffen werden, da sie sonst verkanten können. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Zehnfingertipper werden aufgrund der Verteilung der Sonderzeichen mit der Tastatur des Gemini nicht glücklich. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Mit der Tastatur sollte sich das Gemini für längere Texte eignen, wir sind aber aufgrund des Bindings nicht restlos von ihr überzeugt. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Letztlich bietet ein PDA wie das Gemini nicht mehr als aktuelle Smartphones, die dank guter Softwaretastaturen mittlerweile auch schnelles und genaues Tippen ermöglichen. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Zehnfingertipper werden aufgrund der Verteilung der Sonderzeichen mit der Tastatur des Gemini nicht glücklich. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Das liegt vor allem an zahlreichen nervigen Bugs bei der Software und auch der Hardware. Allen voran erscheint uns die installierte Android-Version nicht ausgereift; die nachinstallierbare Debian-Version ist aktuell für uns kein Grund, sich das Gemini zu kaufen. Wir halten sie für nicht nutzbar und halten es auch für fraglich, ob es beim aktuellen Entwicklungsansatz jemals eine wirklich gute Linux-Version für das Gemini geben wird.

Nervig finden wir, dass wir für eine HDMI-Verbindung zu einem Monitor ein spezielles Kabel brauchen, das uns umgerechnet 45 Euro kostet. Die Verbindung mit Miracast kann zwar ein Ersatz sein, dies funktioniert aber meist nur mit Fernsehern und nicht mit Computermonitoren.

Bei der Tastatur sind wir zwiegespalten: Generell lassen sich mit dem Gemini auch längere Texte gut tippen, allerdings benötigt es eine Einarbeitungszeit aufgrund des Key-Bindings. Dies erfordert ein recht genaues Tippen auf die Mitte der Tasten, da es sonst zu Buchstabenaussetzern kommt. Wir finden schon, dass es einen merkbaren Unterschied zu einer "echten" Tastatur gibt. Lobenswert finden wir das Tastaturlayout, das zwar ebenfalls eine Einarbeitung erfordert, aber einen sinnvollen Kompromiss aus Praktikabilität und Platzangebot schafft.

Braucht es heute noch PDAs?

Wir haben uns während unseres Tests aber gefragt, ob es die Gerätegattung PDA heutzutage überhaupt noch braucht. PDAs stammen aus Zeiten, in denen Mobiltelefone bestenfalls eine T9-Texteingabe hatten und eine echte Tastatur das Tippen bei den meisten Nutzern stark beschleunigt hat. Die heutigen Smartphones mit Softwaretastaturen wie Gboard, die eine gute Textkorrektur, eine Autovervollständigung von Wörtern und Slide-Funktionen haben, sind eigentlich ganz gut aufgestellt, wenn es um das Tippen von Texten geht.

Wir haben den Test gemacht und die gleichen Texte auf dem Gemini und auf einem P20 Pro von Huawei mit Gboard getippt. Wir waren mit dem PDA nicht schneller, zudem haben wir mit der Softwaretastatur bei normalen Sätzen dank der gut eingestellten Autokorrektur weniger Fehler gemacht.

Dazu kommt, dass wir die Tastatur des Gemini für die schnelle Whatsapp-Nachricht unterwegs unpraktisch, da zu groß finden. Auch aus diesem Grund sehen wir den PDA nicht als vollwertigen Ersatz für ein Smartphone, obwohl es im Herzen eigentlich eines ist. Das liegt auch an der standardmäßig fehlenden Kamera, die nachgerüstet letztlich auch nur 5 Megapixel hat, und der Notwendigkeit, zum Telefonieren mit Privatsphäre immer ein Headset nutzen zu müssen.

Das Gemini ist - die Probleme mal außen vorgelassen - letztlich leider ein Gerät ohne echten Zweck. Die Zeit für ein Smartphone mit derartig großer Tastatur scheint vorbei zu sein, auch wenn uns diese Erkenntnis schmerzt; moderne Geräte mit einer Softwaretastatur sind schlicht komfortabler zu bedienen. Zudem gibt es zum Preis des Gemini deutlich leistungsfähigere Geräte.

Den Einwand, dass das Gemini auch als kleiner Debian-Computer verwendet werden kann und daher mehr bietet als ein normales Smartphone, lassen wir aktuell aufgrund der Qualität der Software-Implementierung nicht gelten. Wir wollen den Gemini-Entwicklern aber nicht absprechen, dass sie die Software in Zukunft noch verbessern; daher werden wir die Entwicklung weiterhin verfolgen, auch im Hinblick auf die kommende Sailfish-OS-Version für das Gemini. In der aktuellen Form halten wir das Gemini aber schlicht für nicht nützlich.

 Kein eingebautes HDMI-Out
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jjfx 07. Jun 2019

Das E75 und E7 ebenso. Ich finde Tastatur-Handys schon praktisch, allerdings ist Android...

jjfx 07. Jun 2019

Sehe ich auch so. Finde ich vom Formfaktor praktischer.

Diether 13. Aug 2018

Aus meiner - nur für mich verbindlichen - Sicht ein absolut falsches Urteil. Sofort von...

tk (Golem.de) 13. Jun 2018

Eigentlich auf nichts Konkretes. :-)

Geigenzaehler 11. Jun 2018

Unter Linux ist die Hardware vom GPD Pocket aber eine ziemliche Zicke, sowohl zum...


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