Gemeinsamer Konzern: Deutsche Telekom prüft Fusion mit T-Mobile
Die Deutsche Telekom prüft intern eine Fusion mit T-Mobile US, an der sie bisher einen Anteil von 53 Prozent hält. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ziel sei die Gründung einer Holdinggesellschaft, die Übernahmeangebote für die Aktien der Telekom als auch von T-Mobile machen würde. Auch das Handelsblatt berichtete(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf interne Quellen über die Fusion.
Das Ergebnis wäre ein Konzern, der sowohl die Geschäfte der Telekom als auch von T-Mobile kontrolliert und möglicherweise einen Börsengang in den USA und in Europa anstreben könnte, sagten die Quellen. Eine Zusammenlegung würde die niedrige Börsenbewertung der Telekom beenden und dem Konzern mehr Potenzial für mögliche zukünftige Übernahmen sowie Investitionen geben. Konzernchef Tim Höttges, der auch den Verwaltungsrat von T-Mobile führt, betonte immer wieder, dass er eine Fusion mit anderen europäischen Telcos anstrebt, um den US-IT-Konzernen etwas entgegenzusetzen.
"Wir kommentieren solche Gerüchte und Spekulationen in den Medien oder am Markt nicht. Das trifft auch in diesem Fall für die Spekulationen rund um die Deutsche Telekom und T-Mobile US zu", sagte Konzernsprecher Andreas Leigers.
T-Mobile US hat eine Marktkapitalisierung von rund 215 Milliarden US-Dollar. Die Telekom wird mit rund 166 Milliarden US-Dollar bewertet. T-Mobile US steuert mittlerweile über 65 Prozent des Gesamtumsatzes der Telekom bei.
Deutscher Staat verlöre an Einfluss
Laut dem Bericht befinden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium. Eine solche Transaktion sei über Jahre hinweg immer wieder geprüft worden. Es gebe keine Gewissheit, dass sich die Konzernführung diesmal dafür entscheide, berichten die Bloomberg-Quellen. Die neue Holding würde nicht in Deutschland gegründet werden.
Die deutsche Bundesregierung und die staatliche Förderbank KfW halten zusammen rund 28 Prozent an der Telekom und haben damit ein starkes Mitspracherecht. Unklar ist, ob die Merz-Regierung eine Holding unterstützen würde, in der ihr Anteil an der kombinierten Gesellschaft stark absinken würde.
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