Abo
  • Services:

Gemeinsam gegen Trolle: Microsoft und Google beenden Patentstreit

Nach jahrelangen Streitigkeiten um Patente haben sich Google und Microsoft geeinigt. Sie wollen nun sogar kooperieren und Patenttrollen das Leben schwermachen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Microsoft hatte Motorola wegen Frand-Patenten verklagt.
Microsoft hatte Motorola wegen Frand-Patenten verklagt. (Bild: Spencer Platt/Getty Images)

Eine der heftigsten Patentstreitigkeiten in der IT-Industrie ist beendet: Microsoft und Google legten rund 20 Klagen in den USA und Deutschland bei. Die zwischenzeitliche Google-Tochter Motorola wollte Patentzahlungen von Microsoft für die Spielekonsole Xbox. Microsoft versuchte im Gegenzug, einige Funktionen von Motorola-Smartphones fernzuhalten. Dabei ging es auch um das Google-Betriebssystem Android.

Stellenmarkt
  1. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  2. Bosch Gruppe, Hildesheim

In einer gemeinsamen Stellungnahme teilten die beiden Unternehmen nun mit: "Als Teil der Vereinbarung werden die Unternehmen alle anhängigen Rechtsstreitigkeiten über Patentverletzungen fallenlassen, einschließlich Verfahren zu Motorola Mobility. Daneben haben Google und Microsoft vereinbart, in bestimmten Patentangelegenheiten zu kooperieren und erwarten auf anderen Gebieten eine Zusammenarbeit zum Nutzen der Kunden." Unter anderem wollten sie bei der Entwicklung einer lizenzfreien Technologie zur Videokompression kooperieren, berichtete der Finanzdienst Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf die Unternehmen.

Streit begann bereits 2010

Google arbeitete daran bereits zusammen mit dem Streamingdienst-Betreibern Netflix und Amazon. Außerdem wollen die beiden Unternehmen gemeinsam einen rechtlichen Rahmen unterstützen, der sogenannten Patenttrollen das Leben schwerer macht. So werden Firmen genannt, deren Geschäftsmodell es ist, Patente zusammenzukaufen und damit Geld von Unternehmen zu verlangen, die dazu passende Technologien nutzen.

Google hatte Motorola 2012 erworben und im vergangenen Jahr an den PC-Hersteller Lenovo weiterverkauft, behielt aber weitgehend das Patentarsenal. Bereits im Jahr 2010 hatte Motorola Microsoft verklagt. Dabei geht es direkt um Windows als Betriebssystem, Video-Encoding, E-Mail-Technik einschließlich Exchange, Messenger und Outlook, den Instant-Messaging-Dienst Windows Live und Microsofts objektorientierte Softwarearchitektur.

Im November 2012 hatte der Prozess gegen Motorola begonnen. Microsoft hatte der damaligen Google-Tochter vorgeworfen, für einige seiner Patente viel zu hohe Lizenzgebühren zu verlangen. Die Patente sollten nach Frand (Fair, Reasonable und Non-Discriminatory) lizenziert werden, argumentiert Microsoft, denn sie seien essenziell und müssten daher allen zu fairen Bedingungen zur Verfügung stehen.

Noch schärfer als der Konflikt von Google und Microsoft war in den vergangenen Jahren der Patentstreit zwischen den Smartphone-Herstellern Apple und Samsung, der bis auf die USA inzwischen ebenfalls eingestellt wurde.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 369,00€ (Vergleichspreis ab 450,99€)
  2. 7,49€
  3. 84,99€

xUser 02. Okt 2015

Das betrifft aber Virtualisierung von Linux unter Windows (bzw. in der MS Cloud).


Folgen Sie uns
       


Pubg Global Invitational 2018 - Report von Golem.de

20 Teams, jeweils vier Spieler, fünf Tage und zwei Millionen US-Dollar Preisgeld: Das Pubg Global Invitational 2018 in Berlin hat E-Sport auf höchstem Niveau geboten. Golem.de hat mit dem Veranstalter und mit Zuschauern gesprochen.

Pubg Global Invitational 2018 - Report von Golem.de Video aufrufen
Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  2. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren
  3. Autonomes Fahren Ubers Autos sind wieder im Einsatz - aber nicht autonom

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

    •  /