Gemeindetag: Netzbetreiber zu Sharing und lokalem Roaming verpflichten

Gemeindetag will die Mobilfunk-Netzbetreiber zu Kooperation verpflichten. Diese lehnen bisher ab.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Der Konzernsitz von Telefónica in Spanien
Der Konzernsitz von Telefónica in Spanien (Bild: Telefonica)

Für eine erfolgreiche Digitalisierung sind nach Meinung des Gemeindetags Baden-Württemberg strengere politische Vorgaben nötig. "Aus unserer Sicht wäre eine Verpflichtung der Mobilfunknetzbetreiber zu aktivem und passivem Infrastruktur-Sharing, zu lokalem Roaming und zur Nutzung von Open-Access-fähiger kommunaler Glasfaserinfrastruktur ein wichtiger Schritt, um schnell die flächendeckende Verfügbarkeit mobiler Bandbreiten zu verbessern", erklärte Christopher Heck vom Gemeindetag in Stuttgart der Nachrichtenagentur dpa.

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer (m/w/d) Testautomation Platform
    ING Deutschland, Frankfurt, Nürnberg
  2. Mitarbeiter:in Marketing Schwerpunkt Digital/Web (m/w/d)
    Hochschule RheinMain, Wiesbaden
Detailsuche

Die Bundesnetzagentur kann mit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) zur Verbesserung der Versorgung lokales Roaming oder Infrastruktursharing anordnen, aber nur in engen, lokalen Grenzen und "wenn dem eigenwirtschaftlichen Ausbau der Mobilfunknetzbetreiber unüberwindbare Hindernisse entgegenstehen." Im Festnetz soll Open-Access bei Förderungen angeordnet werden können.

Die Netzbetreiber lehnen nationales Roaming bisher ab, weil es angeblich kein einziges Funkloch schließe. Dies könne nur durch neue Mobilfunkmasten geschehen. "Durch nationales Roaming wird da nichts besser, nur noch schlechter", sagte Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter.

Mit Strahlungssensiblen besser umgehen

Zugleich führe der Ausbau des Mobilfunks vor Ort regelmäßig zu Konflikten, betonte der Gemeindetag. "Hier plädieren wir für die Einrichtung einer Clearingstelle zur niederschwelligen Vermittlung bei Konfliktsituationen bei der Standortsuche auf Bundesebene", sagte Heck. "Es bedarf aber auch eines klaren Rechtsrahmens, der den erforderlichen Ausbau einer Mobilfunkinfrastruktur ermöglicht." In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Mobilfunkgegner wie in Baden-Württemberg.

Golem Akademie
  1. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03.–04. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Ziel, seitens der Verwaltungen möglichst viele Leistungen digital nutzbar zu machen, "ist auch aus Sicht der Gemeinden und Städte unbestritten richtig", erklärte Heck. Dessen Umsetzung sei aber eine Mammutaufgabe, "die es auch noch zwischen Bund, Ländern und Kommunen abzustimmen gilt." Mit dem Land verhandle der Gemeindetag im Moment eine Fortsetzung einer Vereinbarung zum sogenannten E-Government - also elektronischer Verwaltungsarbeit. Dabei geht es Heck zufolge auch um adäquate Finanzierungsmöglichkeiten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


pansono 01. Dez 2021 / Themenstart

Vermutlich bist du verrückt genug dazu dir für den gefährlichen Bereich die Emitter unter...

Arsenal 29. Nov 2021 / Themenstart

Natürlich nicht, aber der Nutzer hätte am Ende trotzdem weniger Funklöcher. Aber um den...

Bonarewitz 29. Nov 2021 / Themenstart

Same. Gleichzeitig können Gemeinden, die sich aktiv gegen einen Ausbau wehren, offiziell...

jones1024 29. Nov 2021 / Themenstart

Seit Jahren gibt es Forderungen für EIN gemeinsames Netz. Damals hätte eine Ansage von...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernwartung
Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat

Wie schätzt man die weitere Geschäftsentwicklung ein, wenn die Kunden in der Pandemie plötzlich Panikkäufe machen? Das gelang bei Teamviewer nicht.
Ein Bericht von Achim Sawall

Fernwartung: Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat
Artikel
  1. Pluton in Windows 11: Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren
    Pluton in Windows 11
    Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren

    Die neuen Windows-11-Laptops kommen mit dem Chip Pluton. Lenovo will diesen aber noch nicht selbst aktivieren.

  2. Netzneutralität: Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe
    Netzneutralität
    Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe

    Die beiden großen Internetkonzerne Google und Meta verweisen im Gespräch mit Golem.de auf ihren Beitrag zur weltweiten Infrastruktur wie Seekabel und Connectivity.

  3. Probefahrt mit BMW-Roller CE 04: Beam me up, BMW
    Probefahrt mit BMW-Roller CE 04
    Beam me up, BMW

    Mit futuristischem Design und elektrischem Antrieb hat BMW ein völlig neues Fahrzeug für den urbanen Bereich entwickelt.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 989€ • The A500 Mini Retro-Konsole mit 25 Amiga-Spielen vorbestellbar 189,90€ • RX 6800 16GB 1.129€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ Ghz • WD Black 1TB inkl. Kühlkörper PS5-kompatibel 189,99€ • Switch: 3 für 2 Aktion • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /