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Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebunds
Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Gemeinde: Telekom besteht auf exklusiver Nutzung von Glasfaser

Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebunds
Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Eine Stadt in Nordrhein-Westfalen hat ihre eigenen Erfahrungen mit der Deutschen Telekom und deren Glasfaser. Eine Nutzung in einem Gewerbegebiet kam erst nach einem Neubau zustande.

Die Stadt Bergkamen wollte ein vorhandenes Glasfaserkabel der Deutschen Telekom in einem Gewerbegebiet nutzen lassen, was der Konzern jedoch verhindert habe. Das sagte Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, am 21. September 2016 auf der Herbstkonferenz in Berlin. Schäfer ist Bürgermeister der Stadt Bergkamen im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Schäfer: "In einem Gewerbegebiet sollte eine Glasfaserleitung der Telekom genutzt werden. Die sagte aber, ihr müsst uns garantieren, dass wir die einzigen sind, die die Glasfaser nutzen. Das konnten wir aber nicht machen." Das Problem konnte nur umgangen werden, indem die Telekom daneben ein weiteres Glasfaserkabel legte, erklärte Schäfer.

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Breitbandziele kommen auf dem Land nicht an

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund vertritt die kleineren und mittleren Städte. Die großen Metropolen sind im Städtetag organisiert. Nach den Worten von Schäfer seien die Breitbandziele der Bundesregierung von 50 MBit/s für alle Haushalte auf dem Land nur schlecht umgesetzt. "Bei der Breitbandverfügbarkeit haben wir bei der Versorgung von 50 MBit/s im ländlichen Raum lediglich eine Abdeckung von knapp 30 Prozent. Der Zuwachs ist gering und liegt bei nur 3,8 Prozent."

Glasfaser sei laut Schäfer klar die Zukunft, aber deutlich teurer. Daher habe der Deutsche Städte- und Gemeindebund Angst, dass nur Großstädte versorgt würden. "Darum haben wir auch dem Vectoring zugestimmt, also einem Technologiemix", wissend, dass Glasfaser die bessere Technologie sei. Man habe es trotzdem im Grundsatz begrüßt, nach dem Motto: "Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach."

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hoffe dabei, dass die Telekom ihre Versprechungen beim Vectoring auch einhalte und nicht doch wieder einzelne Gebiete unversorgt blieben.

Ein weiteres Problem sei, dass die Bürger wenig Interesse an FTTH (Fiber To The Home) hätten. Weniger als 50 Prozent der Anwohner in einem Wohngebiet in Bergkamen seien jüngst bereit gewesen, kostenlos Glasfaser bis ans Haus zuzulassen, um sich dann später eventuell anschließen zu lassen.

Die Herbstkonferenz ist eine Veranstaltung der Deutschen Breitbandinitiative, ein gemeinsames Projekt der Initiative D21, des Bundesverkehrsministeriums und des Bitkom.


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wedge 03. Nov 2016

Der Artikel im Lokalblatt ist der totale Hohn wenn man die Lage vor Ort kennt. Ja, es ist...

Bautz 22. Sep 2016

Und du wirst mittelfristig nicht der einzige sein. Einerseits beklagen sich die Dörfer...

triplekiller 21. Sep 2016

in bruchreifen wohnungen will keiner wohnen. die keller sind klatschnass. bei der...

DrWatson 21. Sep 2016

Es gibt aber einen wichtigen Unterschied:Wenn ein privates Unternehmen versagt, gehen...

Rulf 21. Sep 2016

mit diesem anschluß hätte man aber ein monopol der telekom(sprich: mondpreise) in kauf...



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