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Typischer DJ-Arbeitsplatz mit Promo-CDs und gebrannten Alben
Typischer DJ-Arbeitsplatz mit Promo-CDs und gebrannten Alben (Bild: Kacper Pempel/Reuters)

Jede einzelne Kopie muss lizenziert werden

Dabei ist es unerheblich, woher die genutzten Dateien stammen. Auch selbst von Original-CDs erstellte Audiofiles sind lizenzpflichtig, ebenso legal erworbene MP3s. Die Gema macht dabei einen Unterschied, ob eine Musikdatei nur privat genutzt wird oder für eine Aufführung vorgesehen ist. Jede Kopie einer Musikdatei ist einzeln zu bezahlen.

Ein DJ kann beispielsweise eine MP3-Datei bei Amazon kaufen und sie auf seinen privat genutzten Geräten anhören. Sobald er sie aber für eine Aufführung vorrätig hält, ist sie zu bezahlen. Wenn das Amazon-MP3 also von der Festplatte des heimischen Desktop-PCs auf eine externe Festplatte kopiert wird, welche im Club genutzt wird, so ist diese Kopie zu bezahlen. Das gilt auch für eine weitere Kopie von dieser Festplatte auf die Festplatte des bei der Veranstaltung genutzten Notebooks.

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Einspielen von Backups kostet erneut

Wie De:Bug von der Gema erfuhr, kann man sich vor zusätzlichen Zahlungen für dasselbe Stück nur schützen, indem man stets nur eine Kopie davon auf den Geräten für die Aufführung erstellt. Wichtig ist der Gema dem Bericht zufolge stets der einzelne Kopiervorgang. Die Rechteverwerter sagten De:Bug auch ausdrücklich, dass bei einem Crash einer Festplatte das Kopieren einer Musiksammlung aus einem Backup auf eine neue Festplatte wieder neue Lizenzzahlungen erforderlich macht.

Wie die Abgaben von den DJs erhoben und überprüft werden sollen, ist derzeit noch unklar. Die Gema erklärt auf Facebook, dass es noch keinen Vertrag mit der Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV) gibt und man deshalb noch nicht an die Discjockeys herantreten könnte. Die DJs sollten jedoch künftig wie andere Veranstalter als direkte Kunden der Gema geführt werden und von der Gesellschaft Rechnungen erhalten.

Sascha Kösch, der Herausgeber von De:Bug, hat jedoch einen Verdacht, wie DJs ermittelt werden könnten, die noch nicht bezahlt haben. Im Gespräch mit Golem.de sagte er: "Ich kann mir gut vorstellen, dass die Gema demnächst die Ankündigungen von Veranstaltungen im Internet durchforstet. Wenn sich dabei ein DJ findet, der noch nicht Kunde der Gema ist, wird der wohl ausfindig gemacht und angeschrieben".

 Gema: DJs sollen für Kopien von legalen Musikdateien zahlen

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TheDragon 11. Mär 2013

Die Gema kontrolliert auf meinem Laptop einen alten Kehricht, die haben überhaupt keine...

BLi8819 05. Mär 2013

Und dann geht ein GEMA-Mitarbeiter einfach mal in den Club und hört: "Ach Sie spielen...

wasabi 05. Mär 2013

Richtig. Aus der FAQ der GEMA: "Muss ich in jedem Fall Geld bezahlen, wenn ich gemeinsam...

Hawkster 04. Mär 2013

Dann sei Du mal glühender Europäer :D Spätestens wenn die EU solche Dinge von Deutschland...

cndymn 03. Mär 2013

Bei openpetition gibts nun eine Petition dazu, wenn diese die gleiche Aufmerksamkeit wie...



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