Geleakte Kundendaten: Cloudflare zieht Cloudbleed-Bilanz

Wie schlimm war Cloudbleed wirklich? Mit Hilfe einer Analyse der eigenen Datensätze will Cloudflare das beantworten.

Artikel veröffentlicht am ,
Cloudflare schaut, wie schlimm Cloudbleed war.
Cloudflare schaut, wie schlimm Cloudbleed war. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Anti-DDoS-Anbieter Cloudflare hat in einem Blogpost durchgerechnet, wie viele Webseiten von der Cloudbleed-Sicherheitslücke im HTML-Parser des Unternehmens betroffen waren. Dazu hat das Unternehmen die eigenen Log-Dateien ausgewertet.

Inhalt:
  1. Geleakte Kundendaten: Cloudflare zieht Cloudbleed-Bilanz
  2. Verwundbarer Parser ab Februar auf deutlich mehr Seiten

Das Unternehmen schreibt: "Obwohl der Bug schlimm war, hätten die Dinge noch deutlich schlechter laufen können." Man habe aber keine Hinweise darauf gefunden, dass der Bug tatsächlich in bösartiger Weise ausgenutzt wurde. Außerdem seien bei der überwiegenden Zahl der Kunden keine Daten geleakt worden.

Der Parser wird nach Angaben von Cloudflare genutzt, um verschiedene Funktionen zu automatisieren, etwa die Umschreibung von HTTP- zu HTTPS-Links, oder der Schutz von E-Mail-Adressen vor automatischen Mail-Adressen-Sammlern. Damit der Bug ausgenutzt werden konnte, mussten zwei Bedingungen erfüllt sein.

HTML "auf bestimmte Art und Weise kaputt"

Erstens musste das HTML der angefragten Seite "auf eine bestimmte Art und Weise kaputt sein", zweitens mussten bestimmte Cloudflare-Dienste aktiv sein. Konkret tauchte der Fehler immer dann auf, wenn eine angefragte Webseite mit einem unbestimmten Attribut endete.

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Den durch den Bug verursachten Schaden analysiert Cloudflare in zwei Stufen. Im ersten Zeitraum zwischen dem 22. September 2016 und dem 13. Februar 2017 seien weniger als 180 Seiten betroffen gewesen. Eine Analyse der Webseitenaufrufe habe zudem ergeben, dass der Bug 605.037-mal ausgelöst wurde.

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Verwundbarer Parser ab Februar auf deutlich mehr Seiten 
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