Geldwäsche nach Bitfinex-Hack: Krypto-Rapperin zu 18 Monaten Haft verurteilt

Erst vor wenigen Tagen wurde der Hacker, der die Kryptobörse Bitfinex im Sommer 2016 um fast 120.000 Bitcoin gebracht hatte, zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt . Nun folgt ihm auch seine Frau ins Gefängnis, die ihn einst beim Waschen der gestohlenen Gelder unterstützt hatte. Ihre Haftstrafe fällt allerdings mit einem Umfang von 18 Monaten etwas milder aus.
Wie Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wurde die 34-jährige Frau am Montag vor einem Bundesgericht in Washington verurteilt. Am Hackerangriff selbst war sie demnach nicht beteiligt. Sie unterstützte ihren Mann lediglich bei der Geldwäsche. Dabei soll das Paar nach Angaben der Staatsanwaltschaft verschiedene Geldwäschetechniken angewandt haben.
So habe das Ehepaar etwa zur Erstellung neuer Konten fiktive Identitäten vorgetäuscht und Teile der gestohlenen Gelder in kleinen Beträgen über verschiedene Kryptobörsen und Darknet-Marktplätze geleitet, heißt es. Zudem soll das Paar von seiner Beute NFTs, Walmart-Geschenkkarten und Gold erworben haben. Das Gold vergruben die beiden bekanntlich sogar .
Wert der Beute steigt auf über 10 Milliarden USD
Zum Zeitpunkt des Hackerangriffs waren die gestohlenen 119.754 Bitcoin rund 70 Millionen US-Dollar wert – bei einem Preis von rund 600 US-Dollar pro BTC. Angesichts der neuen Höchststände des Bitcoin-Kurses , die zuletzt insbesondere durch Trumps Wahlsieg in den USA angefeuert wurden, hat die Beute aber inzwischen einen Gesamtwert von mehr als 10 Milliarden US-Dollar erreicht.
Laut Bloomberg hätten den beiden Beteiligten weitaus höhere Haftstrafen drohen können. Jedoch willigten sie ein, mit den Behörden zu kooperieren und die USA bei anderen Krypto-Strafverfahren zu unterstützen. Zudem hatten sich die Verurteilten schon im August 2023 für schuldig bekannt.
Die am Montag verurteilte Frau ist nicht nur für ihre Unterstützung des Bitfinex-Hackers bekannt, sondern unter dem Künstlernamen "Razzlekhan" ebenso als Rapperin(öffnet im neuen Fenster) und selbsternanntes "Crocodile of Wall Street" . In einem kurzen Videoclip auf X(öffnet im neuen Fenster) erklärt sie, dass sie aufgrund des Gerichtsprozesses in den letzten drei Jahren keine Neuigkeiten teilen konnte. Jetzt, wo der Prozess beendet ist, will sie allerdings bald mehr über ihre Geschichte erzählen.