Gelder für den Ukrainekrieg: Ukraine bittet um Verkaufsstopp von Atomic Heart

Der stellvertretende Digitalminister hat sich mit einem Aufruf an die Betreiber von Steam und dem Playstation-Store gewendet. Einnahmen könnten in den Ukrainekrieg fließen.

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Gelder für den Ukrainekrieg: Ukraine bittet um Verkaufsstopp von Atomic Heart
(Bild: Mundfish)

Die Regierung der Ukraine fordert Sony, Microsoft und Valve auf, den Vertrieb des in Russland entwickelten Shooters Atomic Heart zu stoppen. Umsätze des Entwicklers Mundfish könnten dafür eingesetzt werden, den Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren, sagte Alexander Bornyakov, der stellvertretende Minister für Digital Transformation.

Wie Eurogamer berichtete, steht hinter dem Entwickler von Atomic Heart die Investmentfirme Gem Capital von Anatoliy Paliy. Paliy arbeitete früher für den staatlich kontrollierten Energiekonzern Gazprom.

"Wir fordern auch, die Verbreitung dieses Spiels in anderen Ländern aufgrund seiner Toxizität, der potenziellen Sammlung von Benutzerdaten und der Möglichkeit, sie an Dritte in Russland zu übertragen, sowie der potenziellen Verwendung von Geldern, die aus den Käufen des Spiels stammen, um Krieg gegen die Ukraine zu führen, zu stoppen", so Bornyakov.

Der Vorwurf der Datensammlung bezieht sich auf einen Bericht, nach dem die Datenschutzerklärung der Webseite von Mundfish gesammelte Daten an russische Behörden weitergeben kann. Der Entwickler bezeichnete diese Datenschutzerklärung als veraltet und entfernte sie mittlerweile.

Dem Entwickler Mundfish wird außerdem vorgeworfen, abwertende Referenzen zur Ukraine in sein Spiel eingebaut zu haben. Ein Roboter erinnere so etwa an die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko.

In einer Stellungnahme via Twitter schreib Mundfish im Januar, man habe die Fragen zur Position des Unternehmens zur Kenntnis genommen. Das Studio sei "unbestreitbar eine Pro-Friedensorganisation" und "gegen Gewalt gegen Menschen", nennt aber nicht explizit den russischen Angriff auf die Ukraine. Man wolle sich nicht zu politischen Ereignissen äußern.

Komponist Mick Gordon, der vor allem für den Soundtrack des Doom-Remakes bekannt ist, steuerte 2020 auch Musik zu Atomic Heart bei. Am 14. Februar 2023 teilte er über Twitter mit, dass er sein Honorar an das Rote Kreuz spenden werde. Gordon betonte, es sei wichtig, "die Handlungen einer Regierung von den Handlungen der einzelnen Bürger zu trennen". Atomic Heart sei "ein wirklich internationales Projekt, zu dem 130 Entwickler aus mehr als zehn verschiedenen Ländern beigetragen haben."

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Hamsterrer 05. Mär 2023

Oh, du denkst ja auch, dass die PUNCHISTEN#!11! in Kyiv auch von... den USA? den Juden...

neoleptic 24. Feb 2023

Das hat mich dazu gebracht mein Gampass Ultimate Abo zu kündigen. Mir ist völlig klar...

ds4real 24. Feb 2023

Einige verzichten, andere kaufen es dann gar mit Absicht, denn ich kaufe dem Westen sein...

ds4real 24. Feb 2023

Ich bin in der Ukraine geboren und da ich Russisch, Ukrainisch, Deutsch und Englisch...



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