Geländewagen: Land Rover fährt autonom über Stock und Stein

Geländewagen sollen bald automatisiert fahren können - über Schnee, Geröll und Schotterpisten. Dazu müssen die Autos ihre Umgebung analysieren können. Jaguar Land Rover zeigt, wie das geht.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Pistenuntergrund wird automatisch erkannt, und die Geschwindigkeit wird anpasst.
Pistenuntergrund wird automatisch erkannt, und die Geschwindigkeit wird anpasst. (Bild: Jaguar Land Rover)

Jaguar Land Rover arbeitet daran, dass Geländewagen selbstständig den Weg über jedes Terrain lenken können. Ein Forschungsprojekt des Autoherstellers untersucht, wie das Fahren bei schwierigem Untergrund und bei jedem Wetter möglich sein kann. Das dürfte neben Offroadfahrern auch das Militär interessieren.

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Damit das Fahrzeug die Geländestrecken bewältigen kann, muss es den Untergrund erkennen und einen Pfad planen. Anders als auf einer Straße ist eine Orientierung an Begrenzungen oder gar am vorausfahrenden Fahrzeug kaum möglich.

Land Rover setzt deshalb zahlreiche gängige Sensoren ein, um die Umgebung rund um das Fahrzeug zu analysieren. Neben Ultraschall und Radar sind dabei vor allem ein laserbasiertes LIDAR-System (Light detection and ranging) und eine Stereokamera nützlich. Die Technik muss auch bei Regen und Schnee funktionieren und so exakt arbeiten, dass sie selbst die Reifenbreite des Fahrzeugs berücksichtigen kann. Schließlich soll das Fahrzeug Situationen vermeiden, aus der es nicht mehr allein herauskommt.

  • Konvoifahrt im Gelände (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Konvoifahrt im Gelände (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Oberflächenerkennung (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Oberflächenerkennung (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Oberflächenerkennung (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Oberflächenerkennung (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Automatische Geländeerkennung (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Automatische Geländeerkennung (Bild: Jaguar Land Rover)
Automatische Geländeerkennung (Bild: Jaguar Land Rover)

Land Rover rechnet nach eigenen Angaben einen dreidimensionalen Pfad in das erfasste Gelände hinein, auf dem sich das Fahrzeug fortbewegen kann. Dabei müssen auch Hindernisse über und unter dem Fahrzeug berücksichtigt werden, damit es nicht steckenbleibt.

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Mit Ultraschallsensoren wird die Umgebung bis zu einer Distanz von etwa fünf Metern auf Hindernisse geprüft. Die geringe Reichweite ist im Gelände kein Problem, weil dort mit niedrigen Geschwindigkeiten gefahren wird. Außerdem erfasst eine Stereokamera, was sich oberhalb des Fahrzeugs befindet, damit tiefhängende Äste oder Ähnliches registriert werden. Der Fahrer muss allerdings selbst eingeben, wie hoch das Fahrzeug samt Ladung ist und dabei zum Beispiel Fahrräder oder Packtaschen berücksichtigen.

Land Rover will Konvoifahrten unterstützen und die erfassten Informationen von Auto zu Auto weiterreichen. Das soll auch bei größeren Abständen funktionieren. Zwei Range Rover Sport wurden auf diese Weise per Funk bereits verbunden. Sie übermittelten nicht nur die Position zueinander, sondern auch, wo auf der Strecke Reifen durchdrehten, die Federung arbeiten musste und eingelenkt wurde.

Wann diese Technik in die Serie einfließen könnte, teilte der Hersteller nicht mit.

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