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Geländeerkennung: Maxar stellt GPS-freie Drohnen-Navigationssoftware vor

Das US-Unternehmen Maxar Intelligence hat mit Raptor eine Software vorgestellt, die es autonomen Drohnen ermöglicht, ohne GPS-Signale präzise zu navigieren.
/ Michael Linden
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Raptor bei der Flugplanung (Bild: Maxar Intelligence)
Raptor bei der Flugplanung Bild: Maxar Intelligence

GPS-Signale können mit Leichtigkeit gestört werden. Die Navigation vieler Drohnen und anderer Waffensysteme basiert aber auf GPS-Signalen. Nun hat Maxar Intelligence aus den USA eine neue Software-Suite namens Raptor entwickelt(öffnet im neuen Fenster) , die ohne GPS auskommt und die ohne GPS-Signale gesteuert werden kann.

Die Technik nutzt die Kamerasysteme der Drohne und die von Maxar zur Verfügung gestellten 3D-Geländedaten, um sich zu orientieren.

Laut Angaben von Maxar erzielte die Software mithilfe von bildbasierter Technik eine Positionierungsgenauigkeit von 10 Metern. Das könnte in vielen Fällen ausreichend gut sein, vor allem im Bereich Aufklärung. In puncto Zielanflüge dürfte der Endanflug mit dieser Technik zu unpräzise sein, weshalb Drohnenhersteller hier noch andere Technik nutzen müssen, beispielsweise eine KI-Erkennung von Zielen.

Ermittlung von Geländekoordinaten im Flug

Raptor besteht aus drei Komponenten. Der Raptor Guide bietet die beschriebene Positionserkennung, Raptor Sync ist für die Auswertung der Video-Feeds der Bordkamera und den Abgleich mit den 3D-Geländedaten von Maxar in Echtzeit verantwortlich. Raptor Ace ermöglicht es dem Drohnenpiloten, Bodenkoordinaten in Echtzeit aus Luftaufnahmen zu extrahieren. Das ist besonders wichtig, um diese Daten an andere Einheiten für das Gefecht der verbundenen Waffen(öffnet im neuen Fenster) zu übermitteln.

Von Maxar bereitgestellten Testdaten zeigen, dass die Technik auch unter schwierigen Bedingungen, wie bei nächtlichen Einsätzen und in Höhen von nur 120 Metern Höhe, funktionieren kann.

Im Gegensatz zu einigen Konkurrenzlösungen funktioniere Raptor mit den auf Drohnen vorhandenen Kamerasystemen, betonte der Hersteller.

In der Pressemitteilung wurden keine Angaben zu Preisen oder Verfügbarkeit für gewerbliche Kunden gemacht. Die Technik kann unabhängig von der naheliegenden militärischen Nutzung auch im Zivilbereich eingesetzt werden.


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