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Geisterfahrer: Bundesregierung plant elektronische Überwachung der Autobahn

Die Bundesregierung will mit elektronischen Kontrollen Geisterfahrer auf Autobahnen leichter erkennen und ein Warnsystem aufbauen. Der Vorgänger des jetzigen Bundesverkehrsministers Dobrindt setzte noch auf analoge Warnschilder.
/ Michael Linden
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Warnung für Autofahrer in Österreich (Bild: Pflatsch/CC SA BY 3.0)
Warnung für Autofahrer in Österreich Bild: Pflatsch/CC SA BY 3.0

Mit Elektronik gegen todbringende Geisterfahrer: Das sieht ein neuer Plan des Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) vor, von dem die Passauer Neue Presse berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

An einigen Autobahn-Auffahrten in Deutschland wurden bislang große Warnschilder erprobt, die potenziellen Geisterfahrern bedeuten sollen, dass sie im Begriff sind, falsch auf die Autobahn aufzufahren. Die Idee stammte noch von Dobrindts Vorgänger Ramsauer. Nun sollen elektronische Warnsysteme probeweise eingesetzt und die Erfahrungen damit gesammelt und bewertet werden.

Nach dem Bericht will das Bundesverkehrsministerium eine technische Prüfung für sämtliche Anschlussstellen einführen und eine elektronische Geisterfahrermeldung erproben. Diese soll sowohl den Fahrer auf Kollisionskurs als auch andere Autofahrer auf der betroffenen Strecke warnen.

Das Bundesverkehrsministerium will in einem sogenannten "digitalen Testfeld Autobahn" neue Techniken erproben. Dazu gehört unter anderem die Falschfahrer-Erkennung. Ob auch andere diskutierte Techniken wie eine elektronische Mauterfassung für Pkws erprobt werden, ist nicht bekannt.

In Deutschland soll es zu etwa fünf Radiomeldungen über Falschfahrer pro Tag kommen. Dabei handelt es sich jedoch auch um Falschmeldungen, weil sich einige Autofahrer geirrt haben oder in böser Absicht einen angeblichen Falschfahrer meldeten.


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