Jaguar: Auto misst Gehirnströme und kommuniziert über die Pedale

Jaguar Land Rover hat mit Sixth Sense ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, bei dem Gehirnströme des Fahrers gemessen und über den Sitz sein Puls und die Atmung kontrolliert werden. Über die Pedale warnt das Auto vor Gefahren und mit Kameras ahnt es voraus, welchen Knopf der Fahrer drücken will.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Jaguar der Zukunft hat einen sechsten Sinn.
Der Jaguar der Zukunft hat einen sechsten Sinn. (Bild: Jaguar Land Rover)

Jaguar Land Rover hat eine Reihe von Sicherheitsfunktionen vorgestellt, die das Unternehmen derzeit erforscht, um die Fahrt sicherer zu machen und Fahrer zu erkennen, die gestresst und abgelenkt sind und sich nicht auf die Straße konzentrieren. Dazu wird der Fahrer eingehend untersucht und sein Verhalten ausgewertet.

  • Sixth Sense von Jaguar (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Prädiktiver Touchscreen (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Prädiktiver Touchscreen (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Prädiktiver Touchscreen (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Prädiktiver Touchscreen (Bild: Jaguar Land Rover)
  • Sixth Sense von Jaguar (Bild: Jaguar Land Rover)
Sixth Sense von Jaguar (Bild: Jaguar Land Rover)
Stellenmarkt
  1. IT-Administrator Windows m/w/d
    Bioscientia Healthcare GmbH, Ingelheim am Rhein
  2. Softwareentwickler Embedded Systems/App-Entwicklung/PC-S- teuerung (m/w/d)
    STABILA Messgeräte Gustav Ullrich GmbH, Annweiler am Trifels
Detailsuche

Das Forschungsprojekt Sixth Sense bedient sich dabei Techniken, die aus den Sportwissenschaften, der Medizin und der Luftfahrt stammen, um den Puls des Fahrers, seine Atemfrequenz und seine Gehirnaktivität zu messen und auszuwerten. So sollen Stress, Übermüdung und fehlende Konzentration erkannt werden. Das Auto kommuniziert dabei mit dem Fahrer über die Pedale und macht ihn auf sein gefährliches Verhalten aufmerksam. Vibrierende Bedienelemente sollen auch zur Warnung vor Gefahren anderer Art verwendet werden - etwa wenn sich das Auto einem Radfahrer oder Fußgänger nähert.

Jaguar Land Rover will untersuchen, ob es hilfreich ist, Gehirnwellen zu messen, um die Konzentration des Fahrers zu bestimmen. Auch wenn die Augen auf die Straße gerichtet seien, heiße das nicht, dass der Fahrer wach und konzentriert sei, so Forschungsdirektor Dr. Wolfgang Epple mit Verweis auf aktuell verfügbare Techniken, die die Augen des Fahrers überwachen.

Wenn die Auswertung der Gehirnaktivität zeigt, dass der Fahrer vor sich hinträumt oder sich nicht konzentriert, könnte das Lenkrad oder die Pedale vibrieren, um ihn darauf aufmerksam zu machen. Wenn die Funktion Mind Sense dann nicht registriert, dass sich das Verhalten ändert, könnten auch andere Maßnahmen ergriffen werden. Welche das sind, verriet Jaguar nicht. Es handelt sich allerdings um ein Forschungsvorhaben und nicht um eine Technik, die in der nächsten Generation der Fahrzeuge zu finden sein wird.

Golem Karrierewelt
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    26.-28.09.2022, Virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    08./09.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Gehirnströme sollen durch Sensoren im Lenkrad gemessen werden. Wie der Autohersteller mitteilte, wird diese Methode bereits von der Nasa verwendet, und auch ein Bob-Team aus den USA verwendet sie bereits, um die Konzentration zu verbessern.

Außerdem untersucht Jaguar mit einem Sitz im XJ, wie sich der Gesundheitszustand des Fahrers untersuchen lässt. Die Technik stammt aus dem medizinischen Bereich und untersucht den Puls und die Atemfrequenz. Bei autonomen Fahrzeugen muss gelegentlich die Kontrolle an den Fahrer zurückgegeben werden. Ob das dem Fahrer überhaupt möglich ist, soll das Auto der Zukunft anhand solcher Messwerte erkennen. Wenn der Fahrer nicht aufmerksam ist, wäre es nicht sinnvoll, ihm die Fahrzeugkontrolle zu übergeben, so Dr. Epple. Dann könnten Lichter, Töne und die Klimaanlage eingesetzt werden, um sein Wohlbefinden zu verbessern.

Außerdem will Jaguar Land Rover die Ablenkung des Fahrers durch die Bedienung des Entertainment- und Navigationssystems reduzieren und arbeitet an Techniken, die vorausschauen sollen, welche Aktionen der Fahrer am Display als Nächstes durchführen will. So soll die Zeit verkürzt werden, in der der Autofahrer nicht auf die Straße schaut.

Der Predictive Infotainment Screen - also der vorausahnende Bildschirm - verwendet Kameras, um die Handbewegungen aufzunehmen. So soll vorausgesagt werden, welchen Knopf der Nutzer als Nächstes drücken will. Der Bildschirm muss dann nicht mehr berührt werden, um die Verstellung vorzunehmen. In Tests wurde gezeigt, dass der Fahrer so einen Knopf deutlich schneller auswählen kann. Ein haptisches Feedback könne über Ultraschall an den Fingern erzeugt werden, so Jaguar Land Rover.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


TrollNo1 22. Jun 2015

indem du am aoturadio lauter drehst? den tempomat hab ich bei meinem nissan micra am...

theonlyone 22. Jun 2015

Es geht darum Sekundenschlaf und ähnliches zu verhindern, durch das die Menschen eben gut...

cry88 22. Jun 2015

Das ist sicherer und mein Auto muss mich dazu nicht besser kennen als mein Arzt ...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wissenschaft
Der Durchbruch in der Kernfusion ist ein Etikettenschwindel

National Ignition Facility hat das Lawson-Kriterium der Kernfusion erreicht, aber das gilt nur für echte Reaktoren, keine Laserexperimente.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Wissenschaft: Der Durchbruch in der Kernfusion ist ein Etikettenschwindel
Artikel
  1. Internet: Indien verbannt den VLC Media Player
    Internet
    Indien verbannt den VLC Media Player

    Weder Downloadlink noch Webseite des VLC Media Players können von Indien aus aufgerufen werden. Der vermutete Grund: das Nachbarland China.

  2. Microsoft & Sony: Playstation-4-Absatz doppelt so hoch wie Xbox One
    Microsoft & Sony
    Playstation-4-Absatz doppelt so hoch wie Xbox One

    Während Sony weit über 100 Millionen der PS4-Konsolen verkauft hat, erreichte Microsoft nicht einmal halb so viele Xbox-One-Geräte.

  3. THG-Prämie: Das fragwürdige Abkassieren mit der eigenen Wallbox
    THG-Prämie
    Das fragwürdige Abkassieren mit der eigenen Wallbox

    Findige Vermittler bieten privaten Wallbox-Besitzern Zusatzeinnahmen für ihren Ladestrom. Wettbewerber sind empört.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Playstation Sale: Games für PS5/PS4 bis 84% günstiger • Günstig wie nie: SSD 1TB/2TB, Curved Monitor UWQHD LG 38"/BenQ 32" • Razer-Aktion • MindStar (AMD Ryzen 7 5800X3D 455€, MSI RTX 3070 599€) • Lego Star Wars Neuheiten • Bester Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /