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Geheimmission im All: Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet

Nach einem fast zweijährigen geheimen Erprobungseinsatz im All ist die US-amerikanische Weltraumdrohne X-37B sicher wieder gelandet. Damit endete der dritte und längste Raumflug einer X-37.
/ Steve Haak , dpa
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X-37B OTV: dritte Mission des geheimen Raumfahrzeugs (Bild: Boeing)
X-37B OTV: dritte Mission des geheimen Raumfahrzeugs Bild: Boeing

Fast zwei Jahre lang ist das unbemannte Raumfahrzeug X-37B Orbital Test Vehicle (OTV) im All gewesen. Jetzt ist der unbemannte Gleiter nach Angaben der US-Luftwaffe(öffnet im neuen Fenster) auf dem Luftwaffenstützpunkt Vandenberg bei Santa Barbara in Kalifornien gelandet.

Das Ziel des Einsatzes der Raumdrohne war geheim. So schwieg die Luftwaffe beharrlich darüber, welche Nutzlast das Raumfahrzeug mitführte. Experten spekulierten, die X-37B könne auch zum Einsammeln feindlicher wie eigener Satelliten eingesetzt werden oder habe Spähgeräte an Bord. Andere sehen in ihr nur ein Gerät zum Entwickeln automatisch gesteuerter Raumfähren.

Die Luftwaffe bezeichnet das Gefährt als Experimentalgleiter zur Erprobung von Leit-, Navigations- und Kontrollsystemen, Avionik, automatischer Landung und Systemen zum Rückholen von Weltraumexperimenten auf die Erde. Der vierte Einsatz soll im kommenden Jahr beginnen.

Am 11. Dezember 2012 war das von Boeing entwickelte Raumfahrzeug zu seiner dritten Mission gestartet . Das Gefährt erinnert an die ausgemusterte bemannte Raumfähre Space Shuttle, ist mit nicht einmal neun Metern Länge aber deutlich kleiner. Das Startgewicht soll bei fünf Tonnen liegen - kaum ein Zwanzigstel des Space Shuttles, das Platz für die Piloten und alle lebenswichtigen Geräte benötigt.

X-37B OTV landet im Juni 2012 nach 15 Monaten im All
X-37B OTV landet im Juni 2012 nach 15 Monaten im All (01:17)

Das Militär veröffentlichte Fotos(öffnet im neuen Fenster) von der Landung des Raumschiffes und der anschließenden Wartung. Männer mit Ganzkörper-Schutzanzügen sind darauf im Einsatz zu sehen.

Die Entwicklung der X-37 begann Ende der neunziger Jahre bei der Raumfahrtagentur Nasa, doch nach dem Absturz der Raumfähre Columbia 2003 übernahm das Militär das Projekt. Die weiterentwickelte Version X-37B kann die Erde in fast 1.000 Kilometern Höhe umkreisen und deutlich mehr als ein Jahr im All bleiben - jetzt waren es sogar fast zwei. Die Raumdrohne landet nicht ferngesteuert, sondern automatisch.


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