Geheimmission im All: Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet

Nach einem fast zweijährigen geheimen Erprobungseinsatz im All ist die US-amerikanische Weltraumdrohne X-37B sicher wieder gelandet. Damit endete der dritte und längste Raumflug einer X-37.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
X-37B OTV: dritte Mission des geheimen Raumfahrzeugs
X-37B OTV: dritte Mission des geheimen Raumfahrzeugs (Bild: Boeing)

Fast zwei Jahre lang ist das unbemannte Raumfahrzeug X-37B Orbital Test Vehicle (OTV) im All gewesen. Jetzt ist der unbemannte Gleiter nach Angaben der US-Luftwaffe auf dem Luftwaffenstützpunkt Vandenberg bei Santa Barbara in Kalifornien gelandet.

Stellenmarkt
  1. Technischer Mitarbeiter für Konzeption und Qualitätssicherung (m/w/d) Bereich Produktentwicklung, Abteilung Kassensoftware
    ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Mannheim
  2. IT-Spezialist*in
    Hochschule Esslingen, Esslingen
Detailsuche

Das Ziel des Einsatzes der Raumdrohne war geheim. So schwieg die Luftwaffe beharrlich darüber, welche Nutzlast das Raumfahrzeug mitführte. Experten spekulierten, die X-37B könne auch zum Einsammeln feindlicher wie eigener Satelliten eingesetzt werden oder habe Spähgeräte an Bord. Andere sehen in ihr nur ein Gerät zum Entwickeln automatisch gesteuerter Raumfähren.

Die Luftwaffe bezeichnet das Gefährt als Experimentalgleiter zur Erprobung von Leit-, Navigations- und Kontrollsystemen, Avionik, automatischer Landung und Systemen zum Rückholen von Weltraumexperimenten auf die Erde. Der vierte Einsatz soll im kommenden Jahr beginnen.

  • X-37B Orbital Test Vehicle (OTV) ist ein von Boeing entwickeltes, unbemanntes Raumfahrzeug. (Foto: Boeing)
  • Es dient zum Testen von Raumfahrttechnik, wahrscheinlich aber auch zur Spionage. (Foto: Boeing)
  • Zwei OTVs hat Boeing gebaut. Das Bild zeigt OTV-2 nach der Rückkehr von einer 15-monatigen Mission im Low Earth Orbit. (Foto: Boeing)
X-37B Orbital Test Vehicle (OTV) ist ein von Boeing entwickeltes, unbemanntes Raumfahrzeug. (Foto: Boeing)

Am 11. Dezember 2012 war das von Boeing entwickelte Raumfahrzeug zu seiner dritten Mission gestartet. Das Gefährt erinnert an die ausgemusterte bemannte Raumfähre Space Shuttle, ist mit nicht einmal neun Metern Länge aber deutlich kleiner. Das Startgewicht soll bei fünf Tonnen liegen - kaum ein Zwanzigstel des Space Shuttles, das Platz für die Piloten und alle lebenswichtigen Geräte benötigt.

Das Militär veröffentlichte Fotos von der Landung des Raumschiffes und der anschließenden Wartung. Männer mit Ganzkörper-Schutzanzügen sind darauf im Einsatz zu sehen.

Die Entwicklung der X-37 begann Ende der neunziger Jahre bei der Raumfahrtagentur Nasa, doch nach dem Absturz der Raumfähre Columbia 2003 übernahm das Militär das Projekt. Die weiterentwickelte Version X-37B kann die Erde in fast 1.000 Kilometern Höhe umkreisen und deutlich mehr als ein Jahr im All bleiben - jetzt waren es sogar fast zwei. Die Raumdrohne landet nicht ferngesteuert, sondern automatisch.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Nachfolger von Windows 10
Dinge, die es in Windows 11 nicht mehr geben wird

Bei Windows 11 kommt viel Neues hinzu, auf der anderen Seite entfernt Microsoft eine Menge Ballast - eine Übersicht.
Von Oliver Nickel

Nachfolger von Windows 10: Dinge, die es in Windows 11 nicht mehr geben wird
Artikel
  1. Crackonosh: Hacker verstecken Mining-Malware in illegalen Spielekopien
    Crackonosh
    Hacker verstecken Mining-Malware in illegalen Spielekopien

    Experten melden die massenweise Verbreitung von Mining-Malware über illegal kopierte Spiele. Crackonosh bringt den Kriminellen demnach Millionen ein.

  2. Logistik: Hamburger Hafen testet autonom fahrenden Lkw
    Logistik
    Hamburger Hafen testet autonom fahrenden Lkw

    Wie werden Container angemessen zu einem automatisierten Hafenterminal angeliefert? Von einem autonom fahrenden Lkw.

  3. NFC: Gesetzesänderung könnte Apple Pay öffnen
    NFC
    Gesetzesänderung könnte Apple Pay öffnen

    Der Bundesrat hat eine Änderung am Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz beschlossen, die es Banken leichter machen soll, Zugang zu Apples NFC-Schnittstelle zu bekommen.

gaym0r 20. Okt 2014

Ein Wikipedia-Artikel hat Quellen. Ich hab Einen Satz geschrieben und den hast du nicht...

gaym0r 20. Okt 2014

Wo wären wir ohne militärische Forschung? Allein die Entwicklung im zweiten Weltkrieg...

[gelöscht] 20. Okt 2014

Nolan ra Sinjaria 20. Okt 2014

interessant... hast ne Quelle wo man da bissl weiterlesen kann?

Anonymer Nutzer 20. Okt 2014

bei der X-15 sinds so 380km/h, das Teil dürfte sich leicht darunter bewegen, wenn nicht...


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Alternate: Ryzen 7 5800 X 359€, Ryzen 5 5600 X 249€ • Gigabyte Z490M 119,90€ • Mega-Wiedereröffnung bei MediaMarkt - bis zu 30 Prozent Rabatt • Samsung SSD 980 Pro PCIe 4.0 1TB 166,59€ • Trust Gaming Audio-Zubehör • Kaspersky Flash Sale: 60% Rabatt auf Security-Programme [Werbung]
    •  /