• IT-Karriere:
  • Services:

Volle Kontrolle über fremde Unternehmen

Diese Erklärung schreibt unter anderem vor, dass statt des Namens Apple auch bei interner Kommunikation des Zulieferers ein Codename verwendet werden soll, ebenso für das Projekt an sich. Diesen gibt Apple schon einmal vor, die Zusammenarbeit mit GTAT drehte sich um das "Project Onyx". Ob damit die Apple Watch gemeint ist, geht aus den Unterlagen nicht hervor.

Stellenmarkt
  1. Stadt Lauf a.d.Pegnitz, Lauf a.d.Pegnitz bei Nürnberg
  2. ekom21 - KGRZ Hessen, Darmstadt, Gießen

Das ARPA gewährt Apple auch das Recht, eigene Sicherheitsüberprüfungen bei seinem Zulieferer durchzuführen. Dabei muss Zugriff auf Unterlagen, auch elektronische Systeme, gewährt werden. Zudem dürfen die Mitarbeiter, wie es euphemistisch heißt, "interviewed" werden - Verhör dürfte hier die richtigere Übersetzung sein. Werden bei einer solchen Überprüfung Sicherheitsmängel festgestellt, so muss das schuldige Unternehmen die Maßnahme bezahlen, und zwar jeweils mit 135.000 US-Dollar pro Sicherheitstest.

Wie wichtig Apple das ARPA-Dokument ist, zeigt sein letzter Absatz, denn diese Vereinbarung steht über allen anderen, was die Geheimhaltung betrifft. Widersprechen Verträge in einem Punkt, der auch die ARPA-Bestimmungen berührt, so gewinnt ARPA.

Es gibt auch noch eine etwas genauere Beschreibung der Maßnahmen, die ein Partner Apples treffen muss, um das ARPA zu erfüllen. So müssen Zugangskontrollen für alle Räume des Zulieferers installiert sein, Überwachungskameras müssen rund um die Uhr laufen. Das gilt insbesondere für die Produktionsanlagen. Zudem ist ein Werksschutz einzurichten, der regelmäßig geschult werden muss.

  • 50 Millionen US-Dollar pro Indiskretion. (Screenshot: Golem.de)
  • Das ARPA überstimmt alle anderen Veträge. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Vorschriften für den einzelnen Mitarbeiter - Apple darf nicht genannt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Zahlreiche Teile von Apple-Geräten, hier ein iPhone 6, stammen von Zulieferern. (Bild: iFixit)
  • Apple will immer einen um 5 Prozent günstigeren Preis. (Screenshot: Golem.de)
Die Vorschriften für den einzelnen Mitarbeiter - Apple darf nicht genannt werden. (Screenshot: Golem.de)

Mit der Unterschrift unter das ARPA sagt ein Apple-Lieferant auch zu, dass er die Einhaltung eines Dokuments namens "Security Responsibilities for Apple Suppliers" garantiert. Dieses nicht veröffentlichte Dokument geht wohl noch weiter als das ARPA, dessen konkrete Vorschriften nicht einmal eine A4-Seite füllen. Interessant ist auch, dass vertrauliches Material und Prototypen über ein System namens "SecureShip logistics" versandt werden müssen. Offenbar unterhält Apple also ein eigenes Netz von Geheimkurieren.

Apple sichert sich den günstigsten Preis

Geschäfte mit Apple gibt es nur, wenn man diesem Kunden den kleinsten Preis von allen garantiert. Dafür gibt es in den Unterlagen ein "Master Development and Supply Agreement", das so allgemein gehalten ist, dass es sich wohl um einen Mustervertrag handeln dürfte, der so auch mit anderen Unternehmen abgeschlossen wird.

  • 50 Millionen US-Dollar pro Indiskretion. (Screenshot: Golem.de)
  • Das ARPA überstimmt alle anderen Veträge. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Vorschriften für den einzelnen Mitarbeiter - Apple darf nicht genannt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Zahlreiche Teile von Apple-Geräten, hier ein iPhone 6, stammen von Zulieferern. (Bild: iFixit)
  • Apple will immer einen um 5 Prozent günstigeren Preis. (Screenshot: Golem.de)
Apple will immer einen um 5 Prozent günstigeren Preis. (Screenshot: Golem.de)

Darin ist vorgeschrieben, dass jedes Produkt, das Apple von seinem Lieferanten bezieht, nur 95 Prozent des Preises haben darf, der einem anderen Kunden des Zulieferers gewährt wird. Das ist unabhängig von Mengenrabatten und anderen Vergünstigungen. Damit kann Apple anscheinend einseitig die Preise stets neu verhandeln. Diese Einseitigkeit wirft GTAT in einem anderen Gerichtsdokument seinem früheren Partner auch vor.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Geheimhaltungsverträge: Was es heißt, Zulieferer für Apple zu seinUngewollter Technologietransfer 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Zeitvertreib 17. Nov 2014

Das ist ja auch kein Problem. Jeder will sein aktives Fenster im Vordergrund. Jedoch...

format 16. Nov 2014

Dann kann man sich wohl auf nichts verlassen und nie einen Vertrag unterschreiben...

Atalanttore 13. Nov 2014

und ein Verantwortungsgefühl gegenüber ihren schlecht bezahlten Mitarbeitern...

Anonymer Nutzer 13. Nov 2014

Na, sooo besonders ist das alles nun wirklich nicht. Die Preisklausel hat Apple bei der...

Loxxx 12. Nov 2014

Hast Du ein Unternehmen? Mündliche Absprachen à la "Keine Sorge, wenn die...


Folgen Sie uns
       


Stellenanzeige: Golem.de sucht CvD (m/w/d)
Stellenanzeige
Golem.de sucht CvD (m/w/d)

Du bist News-Junkie, Techie, Organisationstalent und brennst für den Onlinejournalismus? Dann unterstütze die Redaktion von Golem.de als CvD.

  1. Stellenanzeige Golem.de sucht Verstärkung für die Redaktion
  2. Shifoo Golem.de startet Betatest seiner Karriere-Coaching-Plattform
  3. In eigener Sache Die 24-kernige Golem Workstation ist da

Super Mario Bros.: Mehr Klassiker geht nicht
Super Mario Bros.
Mehr Klassiker geht nicht

Super Mario Bros. wird 35 Jahre alt! Golem.de hat den Klassiker im Original erneut gespielt - und nicht nur Lob für ihn.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Super Mario 3D All-Stars Nintendo kündigt überarbeitete Klempner-Klassiker an
  2. Nintendo Update erlaubt Weltenbau in Super Mario Maker 2
  3. Nintendo Auch Lego Super Mario sammelt Münzen

IT-Freelancer: Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt
IT-Freelancer
Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt

Die Nachfrage nach IT-Freelancern ist groß - die Konkurrenz aber auch. Der nächste Auftrag kommt meist aus dem eigenen Netzwerk oder von Vermittlern. Doch wie findet man den passenden Mix?
Ein Bericht von Manuel Heckel

  1. Selbstständiger Sysadmin "Jetzt fehlen nur noch die Aufträge"

    •  /