Abo
  • Services:

Geheime Überwachung: Der Kanarienvogel von Riseup singt nicht mehr

Mit einer Canary-Botschaft wollen Unternehmen und Webseiten Nutzer über geheime Überwachungsanordnungen aufklären. Im Falle von Riseup.net sorgt eine ausbleibende Botschaft für Verunsicherung - auch, wenn der Betreiber zur Ruhe rät.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Kanarienvogel.
Ein Kanarienvogel. (Bild: Rigoriron/CC-BY-SA 3.0)

Der Kommunikationsprovider Riseup.net hat seine Warrant-Canary-Meldung seit August nicht erneuert - was aktuell zu zahlreichen Spekulationen und Ängsten rund um den besonders bei Aktivisten beliebten Dienst führt. Riseup ist kein Unternehmen, sondern ein Kollektiv, dass die Dienstleistungen ohne Profitorienierung anbietet und daher auf Spenden angewiesen ist.

Stellenmarkt
  1. CompuGroup Medical SE, Nürnberg, Erlangen
  2. andagon Holding GmbH, Köln

Mit einem sogenannten Warrant Canary versuchen verschiedene Dienste, ihre Nutzer besser über geheime staatliche Überwachungsmaßnahmen zu informieren. Vor allem in den USA ist es Providern in der Regel verboten, Informationen über National Security Letters oder ähnliche Anforderungen von Daten zu veröffentlichen.

Ein Warrant Canary enthält in der Regel eine PGP signierte Botschaft mit dem Inhalt, das seit einem spezifizierten Datum keine entsprechenden Anordnungen ergangen sind. Meist werden noch aktuelle Überschriften aus verschiedenen aktuellen Medien in die Botschaft kopiert, um auszuschließen, dass es sich um vorbereitete Berichte handelt.

Beruhigungstaktik wirkt nicht

Riseup selbst versucht, die aufgeregten Nutzer zu beruhigen. Mit einigen kryptischen Tweets über Kolibris und der Botschaft, dass es keinen Grund zur Panik gebe trägt das Kollektiv aber nicht unbedingt dazu bei, weitere Spekulationen zu verhindern. Genauere Informationen sollen "zu einem späteren Zeitpunkt" folgen.

Unabhängig von den aktuellen Vorgängen empfiehlt Riseup den Nutzern, stets lokale Kopien der eigenen Daten vorzuhalten, etwa per Pop3 oder Imap-Archiv bei den E-Mails. Im Notfall werde man den Dienst eher komplett abschalten, als Daten an Ermittlungsbehörden weiterzugeben. Aktuell ist aber nach den Aussagen auf Twitter keine derartige Maßnahme geplant, man habe "volle Kontrolle über die eigenen Systeme"

Riseup steht tatsächlich unter Beobachtung der Behörden. Im Jahr 2012 hatte die US-Bundespolizei FBI einen anonymen Remail-Server von Riseup beschlagnahmt, auf dem sich nach Angaben des Kollektivs jedoch keinerlei Nutzerdaten befanden. Der Server wurde schließlich zurückgegeben, aber nicht wieder in die Riseup-Systeme integriert.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 18,49€
  2. 24,99€
  3. 32,99€

Trollversteher 29. Nov 2016

Na, wenn man so einen nachweislich völlig unsinnigen Blödsinn von sich gibt, dann darf...

Stepinsky 29. Nov 2016

Äh, von was redest du?

grslbr 28. Nov 2016

1. Entgegen vieler Meldungen ist Riseup keine Firma. Keine Gewinne werden erwirtschaftet...


Folgen Sie uns
       


Cinebench R20 auf Threadripper 2950X ausprobiert

Cinebench R20 soll mit bis zu 256 Threads umgehen können.

Cinebench R20 auf Threadripper 2950X ausprobiert Video aufrufen
Verschlüsselung: Die meisten Nutzer brauchen kein VPN
Verschlüsselung
Die meisten Nutzer brauchen kein VPN

VPN-Anbieter werben aggressiv und preisen ihre Produkte als Allheilmittel in Sachen Sicherheit an. Doch im modernen Internet nützen sie wenig und bringen oft sogar Gefahren mit sich.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Security Wireguard-VPN für MacOS erschienen
  2. Security Wireguard-VPN für iOS verfügbar
  3. Outline Digitalocean und Alphabet-Tochter bieten individuelles VPN

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  2. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  3. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet

Google: Stadia tritt gegen Gaming-PCs, Playstation und Xbox an
Google
Stadia tritt gegen Gaming-PCs, Playstation und Xbox an

GDC 2019 Google streamt nicht nur so ein bisschen - stattdessen tritt der Konzern mit Stadia in direkte Konkurrenz zur etablierten Spielebranche. Entwickler können für ihre Games mehr Teraflops verwenden als auf der PS4 Pro und der Xbox One X zusammen.
Von Peter Steinlechner


      •  /