Abo
  • Services:

Geheimdienste: Eine Spionagesoftware namens Babar

Die NSA tut es, der französische Geheimdienst tut es offenbar auch: Mit selbst entwickelten Spionageprogrammen spähen sie Ziele im Iran aus. Und der BND?

Artikel veröffentlicht am , Patrick Beuth/Zeit Online
Ein jetzt entdecktes Spionageprogramm soll vom französischen Geheimdienst verwendet werden. Es wurde nach der Zeichentrickfigur Babar benannt.
Ein jetzt entdecktes Spionageprogramm soll vom französischen Geheimdienst verwendet werden. Es wurde nach der Zeichentrickfigur Babar benannt. (Bild: Neilson Barnard/Getty Images)

Nicht nur die NSA und die britischen GCHQ entwickeln Spionagesoftware. Drei Sicherheitsforscher haben Spuren eines Staatstrojaners entdeckt und analysiert, hinter dessen Entwicklung sie den französischen Geheimdienst DGSE vermuten.

Inhalt:
  1. Geheimdienste: Eine Spionagesoftware namens Babar
  2. Und der BND?

Wie Vice berichtet, handelt es sich um Malware, die Tastatureingaben, Internetnutzung sowie Skype- und andere Chatprogramme auf einem infizierten Rechner überwacht und mitschneidet. Das entspricht den Fähigkeiten eines handelsüblichen Trojaners, wie ihn auch deutsche Polizeibehörden zur Quellen- und Telekommunikationsüberwachung einsetzen. Das Babar genannte Überwachungsprogramm aber wurde gegen iranische Atomforschungseinrichtungen und Universitäten, europäische Finanzinstitutionen, ehemalige französische Kolonien und eine Medienorganisation in Kanada eingesetzt. Entwickelt wurde Babar wahrscheinlich vom französischen Geheimdienst, darauf deutet vieles hin.

Der Sicherheitsforscher Morgan Marquis-Boire hat sich die Analyse der drei Antivirenspezialisten Marion Marschalek, Paul Rascagneres und Joan Calvet angesehen. Er kommt ebenso wie die drei zu dem Schluss, dass Babar wohl einer Spionagesoftware entspricht, die der kanadische Geheimdienst CSEC im November 2009 entdeckt hatte, wie er in einer E-Mail an Zeit Online schreibt. Und diese Software sei vermutlich von den Franzosen entwickelt worden.

Sie sei von hoher Qualität und entspreche dem, was man "von einem Land mit einem sehr großen militärisch-industriellen Komplex erwarten kann", sagte Marquis-Boire im Gespräch mit Vice.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Marschalek, Rascagneres und Calvet scheinen "in freier Wildbahn" eine bisher unbekannte Version eines Spionageprogramms gefunden zu haben, das zuvor nur Geheimdiensten aufgefallen war: Jemand hatte ihnen Samples des Codes zugeschickt, möglicherweise ein Betroffener. Sie gehen davon aus, dass sie eine aktuellere Version von Babar gefunden haben als diejenige, die das CSE beschreibt.

Und der BND? 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote

Djinto 19. Feb 2015

Unsere NSA Aussenstelle soll doch keine Kompetenz haben, das könnte doch unbequem werden...

arm-zu-schlau 19. Feb 2015

immer das gleiche - neues OS geplant - dann will immer einer alles wissen und schnüffelt...

Argbeil 19. Feb 2015

so was gar nicht einzusetzen.

nicoledos 19. Feb 2015

wenn der BND derartige Software selbst entwickeln würde, statt diese von dubiosen...

Anonymer Nutzer 19. Feb 2015

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nachrichtendienste


Folgen Sie uns
       


LG Signature OLED TV R angesehen (CES 2019)

LGs neuer Signature OLED TV R ist ausrollbar. Der 65-Zoll-Fernseher bietet verschiedene Modi, unter anderem kann der Bildschirm auch nur teilweise ausgefahren werden.

LG Signature OLED TV R angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Kaufberatung: Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden
Kaufberatung
Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden

Wer sie einmal benutzt hat, möchte sie nicht mehr missen: sogenannte True Wireless In-Ears. Wir erklären auf Basis unserer Tests, was beim Kauf von Bluetooth-Hörstöpseln beachtet werden sollte.
Von Ingo Pakalski

  1. Nuraphone im Test Kopfhörer mit eingebautem Hörtest und Spitzenklang
  2. Patent angemeldet Dyson soll Kopfhörer mit Luftreiniger planen

Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit
  2. Bosch Touch-Projektoren angesehen Virtuelle Displays für Küche und Schrank
  3. Mobilität Das Auto der Zukunft ist modular und wandelbar

Padrone angesehen: Eine Mausalternative, die funktioniert
Padrone angesehen
Eine Mausalternative, die funktioniert

CES 2019 Ein Ring soll die Computermaus ersetzen: Am Zeigefinger getragen macht Padrone jede Oberfläche zum Touchpad. Der Prototyp fühlt sich bei der Bedienung überraschend gut an.
Von Tobias Költzsch

  1. Videostreaming Plex will Filme und Serien kostenlos und im Abo anbieten
  2. People Mover Rollende Kisten ohne Fahrer
  3. Solar Cow angesehen Elektrische Kuh gibt Strom statt Milch

    •  /