Abo
  • Services:
Anzeige
Redaktionssitz des Guardian in London
Redaktionssitz des Guardian in London (Bild: Peter Macdiarmid/Getty Images)

Geheimdienste: Britische Regierung drohte mit Schließung des Guardian

Redaktionssitz des Guardian in London
Redaktionssitz des Guardian in London (Bild: Peter Macdiarmid/Getty Images)

Für den britischen Guardian sind die Snowden-Enthüllungen das schwierigste journalistische Projekt seiner Geschichte gewesen. Selbst das Erscheinen des Blattes soll zeitweise gefährdet gewesen sein.

Die britischen Behörden haben der Tageszeitung The Guardian wegen der Snowden-Enthüllungen mit der Schließung gedroht. "Uns wurde angedroht, dass wir dichtgemacht würden. Wir wurden beschuldigt, die nationale Sicherheit und das Leben von Menschen zu gefährden. Das ließ uns in einer sehr schwierigen Situation zurück", sagte der stellvertretende Chefredakteur Paul Johnson auf der Radiodays-Europe-Konferenz in Dublin nach Angaben der Irish Times. Die Berichte über die Spähpraktiken des US-Geheimdienstes NSA und des britischen GCHQ waren laut Johnson "die schwierigste Story, die wir jemals gemacht haben, einschließlich Wikileaks. Die Journalisten und Redakteure durften nicht miteinander reden. Wir konnten nur über verschlüsselte Systeme sprechen."

Anzeige

Der Guardian berichtet seit Juni 2013 ausführlich auf Basis der Dokumente von US-Whistleblower Edward Snowden über die Spähprogramme der NSA und des GCHQ. Dies erregte Ärger bis in die höchsten britischen Regierungskreise. Ein hochrangiger Regierungsbeamter habe Chefredakteur Alan Rusbridger gesagt, "der Premierminister, sein Stellvertreter, der Außenminister, der Innenminister und der Generalstaatsanwalt haben ein Problem mit euch", berichtete Johnson. Um die Berichterstattung nicht zu gefährden, habe der Guardian eigens einen Sicherheitsraum eingerichtet, in dem neue Computer ohne Internetzugang benutzt worden seien. Der Raum sei rund um die Uhr von Sicherheitspersonal bewacht worden.

Im vergangenen Jahr hatte der Guardian bereits mehrfach über den Druck der Regierung auf das Blatt berichtet. So zwang der Geheimdienst die Zeitung dazu, die Festplatten mit den Snowden-Dokumenten zu zerstören, was allerdings keinen Einfluss auf die Berichterstattung hatte. Im vergangenen Dezember warnte Premierminister David Cameron die Medien vor weiteren Enthüllungen. Er ziehe es vor, mit den Zeitungen zu reden, statt sie vor Gericht zu holen, dies sei aber nur schwer zu vermeiden, wenn die Ratschläge der Regierung nicht beherzigt würden.

In diesem Zusammenhang kritisierte Johnson die Situation in Großbritannien. Dort würde die nationale Sicherheit über die Pressefreiheit gestellt, während in den USA eine Debatte über die Grenzen der Geheimdienste geführt werde.


eye home zur Startseite
der_Volker 28. Mär 2014

Das stelle ich mir bei einer Insel auch recht schwierig vor!

onkel hotte 28. Mär 2014

Du bist naiv ;) Da wird was ausgegraben, irgendwelche finsteren Vergangenheiten...

HyDr0x 27. Mär 2014

Das Problem ist nur das du dann direkt radikalisiert wirst und das nur weil eine...

HerrMannelig 27. Mär 2014

Die USA brennt, Großbritannien ist ein Schutthaufen, weil Snowden enthüllt hat wie die...

PULARITHA 27. Mär 2014

und wir lachen über den Osten, weil Twitter, Youtube und Co abgestellt werden ...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MOMENI Gruppe, Hamburg
  2. HMS Industrial Networks GmbH, Karlsruhe
  3. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. über duerenhoff GmbH, Nürtingen


Anzeige
Top-Angebote
  1. 78,99€ statt 99,99€ (nur für Prime-Kunden)
  2. 66,02€
  3. zusammen nur 3,99€

Folgen Sie uns
       


  1. VBB Fahrcard

    E-Ticket-Kontrolle am Prüfgerät wird in Berlin zur Pflicht

  2. Glasfaser

    M-net schließt weitere 75.000 Haushalte an

  3. Pwned Passwords

    Troy Hunt veröffentlicht eine halbe Milliarde Passworthashes

  4. Smach Z

    PC-Handheld nutzt Ryzen V1000

  5. Staatstrojaner und Quick-Freeze

    Österreich verschärft frühere Überwachungspläne

  6. Allensbach-Studie

    Altersvorsorge selbständiger IT-Experten ist sehr solide

  7. Maschinelles Lernen

    Biometrisches Captcha nutzt Sprache und Bild

  8. Gigabit

    Swisscom führt neue Mobilfunkgeneration 5G schon 2018 ein

  9. Bpfilter

    Linux-Kernel könnte weitere Firewall-Technik bekommen

  10. Media Broadcast

    Freenet TV kommt auch über Satellit



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Star Trek Discovery: Die verflixte 13. Folge
Star Trek Discovery
Die verflixte 13. Folge
  1. Star Trek Bridge Crew Sternenflotte verlässt Holodeck

Materialforschung: Stanen - ein neues Wundermaterial?
Materialforschung
Stanen - ein neues Wundermaterial?
  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

Samsung C27HG70 im Test: Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
Samsung C27HG70 im Test
Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
  1. Volumendisplay US-Forscher lassen Projektion schweben wie in Star Wars
  2. Sieben Touchscreens Nissan Xmotion verwendet Koi als virtuellen Assistenten
  3. CJ791 Samsung stellt gekrümmten Thunderbolt-3-Monitor vor

  1. Re: Meine Ansicht zu dem Ganzen:

    Cystasy | 23:35

  2. Re: und hier die speed tests dazu

    Arkarit | 23:32

  3. Re: Und ich habe heute erfahren...

    trundle | 23:30

  4. Re: Der Sinn dahinter ?

    DAUVersteher | 23:20

  5. Re: Schaut noch jemand TV?

    Unix_Linux | 23:14


  1. 18:21

  2. 18:09

  3. 18:00

  4. 17:45

  5. 17:37

  6. 17:02

  7. 16:25

  8. 16:15


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel