Abo
  • Services:

Geheimdienstchef Clapper: Cyber-Armageddeon ist nicht zu befürchten

In den USA wird es keinen großflächigen Cyberangriff geben, der Infrastrukturen lahmlegt oder sogar Menschenleben kostet - allerdings werden kleinere Angriffe zunehmen, prophezeit Geheimdienstchef James Clapper.

Artikel veröffentlicht am ,
James Clapper ist besorgt über zunehmende Cyberangriffe, ein Armageddeon befürchtet er jedoch nicht.
James Clapper ist besorgt über zunehmende Cyberangriffe, ein Armageddeon befürchtet er jedoch nicht. (Bild: Brendan Smialowski/Getty Images)

In einem Bericht an die Gesetzgeber in den USA zieht der Geheimdienstkoordinator James Clapper eine Bilanz zur Bedrohungslage durch Cyberangriffe in den USA. Ein massiver Angriff mit katastrophalen Auswirkungen sei nicht zu befürchten. Allerdings würden kleinere Angriffe immer weiter zunehmen. Diese würden meist ökonomische Auswirkungen haben, aber auch eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellen.

Stellenmarkt
  1. Lechwerke AG, Augsburg
  2. Wirecard Communication Services GmbH, Leipzig

In einem Versuch, die wirtschaftlichen Auswirkungen solcher Cyberangriffe zu evaluieren, listet der Bericht die Kosten für das Finanzinstitut JP Morgan auf, die 2012 und 2013 mehreren DDoS-Angriffen ausgesetzt waren. Infolgedessen stockte das Unternehmen das Budget für seine IT-Sicherheitsabteilung auf jährlich 250 Millionen US-Dollar auf. Nach einem Einbruch in seine IT-Infrastruktur 2014 wird laut Bericht erwartet, dass es das Budget während der nächsten fünf Jahre nochmals verdoppeln wird. Den Schaden eines Einbruchs in die US-Baumarktkette The Home Depot, bei dem 2014 mehrere Millionen Datensätze mit Kreditkarteninformationen und Kunden-E-Mails erbeutet wurden, beziffert das Unternehmen mit 82 Millionen US-Dollar.

Regierungsgesteuerte Angriffe

Der Bericht zitiert eine zunehmende Anzahl von Analysen unabhängiger Sicherheitsexperten, aus denen hervorgehe, dass immer mehr staatliche Angreifer Cyberattacken ausführen. Namentlich erwähnt der Bericht neben Nordkorea auch den Iran und China. Russland soll angeblich planen, in den nächsten Jahren seine Cyberabteilungen aufzurüsten. Die am meisten ausgereiften Angriffe seien aktuell aus Russland und China zu erwarten. Eine eindeutige Zuweisung der Angriffe sei allerdings schwierig, räumt der Bericht ein.

Besonders Russland steht im Fokus des Berichts. Es gebe Hinweise darauf, dass dort vor allem Angriffe auf kritische Infrastrukturen vorbereitet werden. Russische Hacker hätten sich Zugriff auf die IT-Systeme dreier großer Hersteller von Fabrikautomation und Prozesssteuerung verschafft. Daher befürchten die US-Geheimdienste Angriffe auf kritische Infrastrukturen wie Stromnetze oder die Luftsicherheit.

Kapazitäten für Gegenangriffe

Hacker aus China seien ebenfalls weiterhin eine Bedrohung, allerdings seien die dort gestarteten Angriffe nicht so ausgefeilt wie die aus Russland. Ohnehin würden sich die chinesischen Angriffe eher auf Unternehmen konzentrieren, mit dem Hauptziel der Wirtschaftsspionage.

Nach dem jüngsten Hack auf die IT-Infrastruktur von Sony Pictures hat US-Präsident Barack Obama eine neue US-Behörde gegründet, die den Kampf gegen Cyberangriffe bündeln soll. Die USA behalten sich weitere Militärschläge gegen Hacker vor. Man habe die Kapazitäten für entsprechende Angriffe, sagte Clapper den Gesetzgebern.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-77%) 6,99€
  2. 39,95€
  3. (-62%) 11,50€
  4. für 2€ (nur für Neukunden)

Keridalspidialose 27. Feb 2015

das weiß wohl niemand umfassend. Daher finde ich es beachtenswert mit welcher Sicherheit...

Der Held vom... 27. Feb 2015

Das ist kein Raunen in der Menge, das ist die Mischung aus dem Schreien einiger Weniger...

v3nd3774 27. Feb 2015

Da sind die Ammerikaner mal wieder sehr selbst sicher, natürlich voraus gesetzt, das...


Folgen Sie uns
       


Raytracing in Metro Exodus im Test

Wir schauen uns Raytracing in Metro Exodus genauer an.

Raytracing in Metro Exodus im Test Video aufrufen
Alienware m15 vs Asus ROG Zephyrus M: Gut gekühlt ist halb gewonnen
Alienware m15 vs Asus ROG Zephyrus M
Gut gekühlt ist halb gewonnen

Wer auf LAN-Partys geht, möchte nicht immer einen Tower schleppen. Ein Gaming-Notebook wie das Alienware m15 und das Asus ROG Zephyrus M tut es auch, oder? Golem.de hat beide ähnlich ausgestatteten Notebooks gegeneinander antreten lassen und festgestellt: Die Kühlung macht den Unterschied.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Alienware m17 Dell packt RTX-Grafikeinheit in sein 17-Zoll-Gaming-Notebook
  2. Interview Alienware "Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"
  3. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden

Android-Smartphone: 10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen
Android-Smartphone
10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen

Android ist erst zehn Jahre alt, doch die ersten Geräte damit sind schon Technikgeschichte. Wir haben uns mit einem Nexus One in die Zeit zurückversetzt, als Mobiltelefone noch Handys hießen und Nachrichten noch Bällchen zum Leuchten brachten.
Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

  1. Sicherheitspatches Android lässt sich per PNG-Datei übernehmen
  2. Google Auf dem Weg zu reinen 64-Bit-Android-Apps
  3. Sicherheitslücke Mit Skype Android-PIN umgehen

Radeon VII im Test: Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber
Radeon VII im Test
Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber

Höherer Preis, ähnliche Performance und doppelt so viel Videospeicher wie die Geforce RTX 2080: AMDs Radeon VII ist eine primär technisch spannende Grafikkarte. Bei Energie-Effizienz und Lautheit bleibt sie chancenlos, die 16 GByte Videospeicher sind eher ein Nischen-Bonus.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Grafikkarte UEFI-Firmware lässt Radeon VII schneller booten
  2. AMD Radeon VII tritt mit PCIe Gen3 und geringer DP-Rate an
  3. Radeon Instinct MI60 AMD hat erste Grafikkarte mit 7 nm und PCIe 4.0

    •  /