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Gehaltsverhandlungen gescheitert: Samsung steht 18-tägiger Streik bevor

Die verlustbehaftete Foundry- und Chipdesignsparte von Samsung ist zum Streitpunkt bei Verhandlungen über Prämienausschüttungen geworden.
/ Mike Faust
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Gewerkschaftsführer Choi Seung-ho erklärte, dass die Gewerkschaften einem Schlichtungsvorschlag zugestimmt hatten. (Bild: Reuters)
Gewerkschaftsführer Choi Seung-ho erklärte, dass die Gewerkschaften einem Schlichtungsvorschlag zugestimmt hatten. Bild: Reuters

Die Verhandlungen zwischen den Arbeitnehmern und dem Management des Elektronikkonzerns Samsung sind gescheitert. Wie die Korean Times berichtet(öffnet im neuen Fenster), kündigten die beteiligten Gewerkschaften deshalb einen 18-tägigen Streik an, der am Donnerstag, dem 21. Mai 2026, beginnen soll. Mehr als 47.000 Gewerkschaftsmitglieder haben ihre Teilnahme angekündigt.

Zuvor waren die seit Montag, 18. Mai 2026, andauernden Verhandlungen in einer von der südkoreanischen Regierung organisierten Schlichtungssitzung gescheitert. Gewerkschaftsführer Choi Seung-ho erklärte, dass die Gewerkschaften dem Schlichtungsvorschlag der Nationalen Arbeitsbeziehungskommission (National Labor Relations Commission, NLRC) zugestimmt hätten.

Die Konzernführung habe jedoch um mehr Zeit gebeten, woraufhin die Verhandlungen am Mittwoch fortgesetzt wurden. Da das Unternehmen weiterhin auf seiner Position beharrte, sei die Sitzung von der NLRC beendet worden, so Choi.

Prämien für Foundry- und Chipdesignsparte sind Streitpunkt

Von Samsung hieß es hingegen, dass die Verhandlungen aufgrund der überzogenen Forderungen der Gewerkschaften gescheitert seien. Diese hätten die grundlegenden Managementprinzipien des Unternehmens untergraben können, so der Konzern.

Die Gewerkschaften hatten gefordert, dass Samsung 15 Prozent seines Betriebsgewinns für Leistungsprämien bereitstellt. 70 Prozent dieses Leistungsprämienpools sollten wiederum gleichmäßig auf alle Halbleitergeschäftsbereiche verteilt werden. Die übrigen 30 Prozent sollten leistungsbezogen vergeben werden.

Dies lehnte Samsung mit der Begründung ab, dass die Foundry- und Chipdesignsparte des Halbleitergeschäfts Verluste verzeichne und eine Erhöhung des Anteils an der Gewinnverteilung die leistungsbezogenen Vergütungsgrundsätze des Unternehmens untergraben würde.

Regierung könnte Arbeitskampfmaßnahmen für 30 Tage aussetzen

Während des Streiks wird ein Mindestpersonalbestand die Aufrechterhaltung von Betriebsabläufen und Sicherheitsmaßnahmen gewährleisten. Von Kunden soll Samsung bereits Anfragen erhalten haben, ob es durch den Streik zu Engpässen bei der Lieferung von Halbleiterprodukten kommen könnte.

Die südkoreanische Regierung prüft derzeit, ob eine Maßnahme, die als Notfall-Schiedsverfahren bezeichnet wird, eingeleitet werden kann. Diese greift, wenn ein Streik der nationalen Wirtschaft schaden oder den Alltag der Bürger beeinträchtigen könnte und kann kollektive Arbeitskampfmaßnahmen für 30 Tage aussetzen. Selbst wenn die Regierung ein solches Verfahren einleitet, wird mit hohen Verlusten für Samsung gerechnet. Diese werden von Branchenvertretern auf eine Billion Won (circa 573 Millionen Euro) pro Tag geschätzt.


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