Gehaltskürzungen: Huawei bestraft Mitarbeiter für Twitter-Feeds vom iPhone

Einige Huawei-Angestellte müssen Gehaltskürzungen hinnehmen. Der Grund: Sie waren verantwortlich für Twitter-Feeds, die von einem iPhone im Namen Huaweis verschickt wurden. Das gefiel dem chinesischen Hersteller gar nicht.

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Huawei mag es nicht, wenn die Twitter-Nachricht vom falschen Smartphone kommt.
Huawei mag es nicht, wenn die Twitter-Nachricht vom falschen Smartphone kommt. (Bild: Lluis Gene/AFP/Getty Images)

Für einige Mitarbeiter von Huawei in China fing das neue Jahr denkbar schlecht an. Sie sollen dafür verantwortlich sein, dass Twitter-Feeds mit Neujahrsgrüßen im Namen Huaweis von einem iPhone verschickt wurden. Die betreffenden Twitter-Botschaften wurden zwar schnell gelöscht, sollen aber auf verschiedenen Plattformen als Screenshot weiterhin sichtbar sein. Auf diesen Vorfall reagiert der chinesische Hersteller mit Gehaltskürzungen, berichtet Reuters mit Verweis auf ein internes Huawei-Memo.

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In dem Memo beklagt sich Chen Lifang, Senior Vice President und Direktor des Vorstands von Huawei, dass der Vorfall Schäden an der Marke Huawei verursacht habe. Die von Huawei beauftragte Presseagentur Sapient betreut den Social-Media-Auftritt des Unternehmens. Am Silvestertag sollte die Agentur über Twitter Neujahrsgrüße versenden. Weil Twitter - wie viele andere nicht-chinesische Dienste wie Google oder Facebook - in China gesperrt ist, wird dafür eine VPN-Verbindung benötigt.

Normalerweise werden solche Mitteilungen offenbar vom Computer aus versendet, aber dieser hatte Probleme mit der VPN-Verbindung. Daher habe sich die Agentur entschieden, den Neujahrsgruß von einem iPhone mit einer Roaming-SIM-Karte zu versenden, damit er rechtzeitig erscheinen konnte. In der Twitter-Nachricht gab es den Hinweis, dass diese von einem iPhone aus gesendet wurde.

Huaweis Strafe

Huawei sieht darin ein Versagen der zuständigen Manager im Unternehmen. Zwei verantwortliche Mitarbeiter sollen einen Rang herabgestuft worden sein; ihr monatliches Gehalt sei um 5.000 Yuan (etwa 640 Euro) gekürzt worden. Zudem soll dem Digital Marketing Director bei Huawei das Gehalt eingefroren worden sein. Für die nächsten zwölf Monate werde er keine Gehaltserhöhung bekommen, heißt es in dem Memo.

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Reuters hat Huawei und Sapient um eine Stellungnahme gebeten. Huawei verweigerte einen Kommentar und Sapient reagierte nicht auf Anrufe und Mitteilungen. Im Smartphone-Markt ist Huawei einer von Apples Konkurrenten.

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chefin 07. Jan 2019

Deine komplette Ausführung gilt so NUR in Deutschland. Nichtmal in Europa ist das überall...

tg-- 06. Jan 2019

Huawei ist kein Quasi-Regierungsunternehmen. Zumindest nicht mehr so als _alle_...

ffrhh 05. Jan 2019

Ich denke nichts. Aber die Notwendigkeit besteht wohl auch kaum. Und bei Samsung werden...

Emulex 05. Jan 2019

Huawei ist ja nur Hardwarehersteller, die Software kommt von Google. Die Mitarbeiter...



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