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Gehäuse als Joystick: So werden Smartwatches künftig bedient

US-Forscher haben eine neue Eingabemöglichkeit für Smartwatches entwickelt, die trotz der winzigen Displays eine vernünftige Bedienung der Handgelenksrechner ermöglicht. Dabei verwenden sie das Uhrengehäuse als Joystick.
/ Andreas Donath
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Smartwatch-Steuerung mit Joystick-Elementen (Bild: CMU Future Interfaces Group)
Smartwatch-Steuerung mit Joystick-Elementen Bild: CMU Future Interfaces Group

Die wenigen Quadratzentimeter, die ein Smartwatch-Display bietet, eignen sich kaum für eine vernünftige Touchscreen-Steuerung, weil der Finger des Anwenders den Bildschirminhalt verdeckt und das Zielen auf winzige Bedienelemente praktisch unmöglich ist. Viele Hersteller reduzieren die Oberflächen deshalb auf ein Minimum oder wollen den Anwender dazu bringen, gar mit der Uhr zu sprechen. Einen anderen Weg gingen Forscher der Carnegie Mellon University in den USA.

Der Smartwatch-Prototyp der Wissenschaftler lässt komplexe Eingaben zu, weil sich das Uhrendisplay bewegen lässt und dies erkennt. Anstelle von Scrollgesten auf dem Touchscreen neigt der Anwender das Uhrengehäuse einfach leicht mit den Fingern. Auf Kartenausschnitten lässt sich so viel besser navigieren als mit dem Touchscreen auf dem Display. Der Uhrenträger drückt einfach das Display wie bei einem Steuerkreuz leicht nach links, rechts, oben oder unten und bewegt so die Kartenansicht. Gezoomt wird, indem man das Gehäuse etwas eindrückt.

Besonders interessant ist diese Art der Steuerung auch in verzweigten Menüs. Sie ließen sich ähnlich bedienen wie Konsolenspiele mit einem Controller, ohne dass der Anwender ein einziges Mal das Gehäuse loslassen muss. Die Uhr lässt sich auch leicht drehen, womit sich zum Beispiel die Musiklautstärke verändern oder der Wecker stellen lässt.

Der Prototyp der Forscher wird auf der Konferenz " ACM CHI Conference on Human Factors in Computing Systems(öffnet im neuen Fenster) " im kanadischen Toronto ausgestellt, die noch bis zum 1. Mai 2014 läuft.

Im wissenschaftlichen Begleitaufsatz ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) schreiben die Forscher Robert Xiao, Gierad Laput und Chris Harrison, dass ihr Ansatz nicht nur preiswert, sondern vor allem kompakt genug ist, um in Smartwatches eingesetzt zu werden. Ob dieses Benutzerinterface allerdings tatsächlich einmal bei einer Armbanduhr Verwendung findet, ist nicht absehbar.


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