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Gegner der Gigafactory Grünheide: Tesla stellt während des Protests die Produktion ein

Ein Bündnis von Tesla -Gegnern protestiert an diesem Wochenende in Grünheide . Die Gigafactory wird in dieser Zeit geräumt.
/ Daniel Ziegener
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Schon im März wurde gegen Tesla protestiert. (Bild: Halil Sagirkaya/AnadoluNo via Reuters)
Schon im März wurde gegen Tesla protestiert. Bild: Halil Sagirkaya/AnadoluNo via Reuters

Am Freitag wird in Grünheide zwar gegen die Erweiterung des Werks von Tesla demonstriert, die Beschäftigten werden davon aber wenig mitbekommen: Der Autobauer verbannt rund um die Protestaktion alle Beschäftigten ins Homeoffice.

"Ohne explizite Anweisung und Genehmigung Eurer Führungskraft ist kein Zugang zum Gelände oder der Fabrik möglich" , heißt es in einer E-Mail, die dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) vorliegt. Das gelte auch für alle Lieferanten und Auftragnehmer.

Die Produktion endete bereits mit der Spätschicht am Mittwoch und soll in der Nachtschicht am Sonntag wieder hochgefahren werden. Diese Maßnahmen seien aufgrund "der entsprechenden Empfehlung der zuständigen Behörden" getroffen worden.

Aktionswochenende gegen den "Autokapitalismus"

Der Protest mehrerer Initiativen begann bereits am Mittwoch und verlief ruhig(öffnet im neuen Fenster) . Dabei geht es unter anderem um einen geplanten Ausbau des Werks, der aus Wasserschutzgründen schon länger kritisiert wird .

Die ebenfalls teilnehmende Gruppe Disrupt will sich am Donnerstagmittag bei einer Pressekonferenz(öffnet im neuen Fenster) in Grünheide äußern. "Statt Fortsetzung des automobilen Kapitalismus mit grünem Gewand kämpfen wir für sein Ende" , heißt es in ihrem Aufruf zur Aktion gegen Tesla.

Bereits seit März hat die Initiative Tesla Stoppen ein Protestcamp auf dem Gelände von Tesla aufgeschlagen . Sie will die Rodung des Waldstücks verhindern.

Die Gruppen rufen vom 8. bis 12. Mai gemeinsam zu einem Aktionswochenende gegen Tesla auf. Für den Samstag ist eine große Demonstration geplant.

Anschlag auf Tesla im März

Die Polizei bereitete sich auf einen Großeinsatz(öffnet im neuen Fenster) vor. Im März legten Unbekannte die Produktion in der Gigafactory für mehrere Tage still , indem sie die Stromversorgung mit einem Brandanschlag unterbrachen.

In einem Bekennerschreiben nach Anschlägen auf Amazon-Fahrzeuge am 1. Mai 2024 kündigten Unbekannte außerdem eine "spannende Aktionswoche gegen Tesla" an.


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