Abo
  • Services:
Anzeige
Wenn Gegensprechanlagen zur Hausbesichtigung einladen.
Wenn Gegensprechanlagen zur Hausbesichtigung einladen. (Bild: Mattes/Wikimedia Commons/CC-BY 2.0)

Gegensprechanlagen: Wenn die Vordertür zur Hintertür wird

Wenn Gegensprechanlagen zur Hausbesichtigung einladen.
Wenn Gegensprechanlagen zur Hausbesichtigung einladen. (Bild: Mattes/Wikimedia Commons/CC-BY 2.0)

Gegensprechanlagen sind praktisch - aber offenbar nicht so sicher, wie sie sein sollten. Das hat ein Sicherheitsforscher auf dem 33C3 demonstriert. Man könne mit dem eigenen Smartphone die Tür öffnen, oder über Premiumnummern Geld verdienen.

Gegensprechanlagen und elektrische Türöffnungssysteme sind seit längerem ein dankbares Ziel für Hacker. Auf dem 33. Chaos Communication Congress in Hamburg zeigte Sebastian Dudek von der Sicherheitsfirma Synacktiv, wie man entsprechende Geräte manipulieren kann (Video).

Anzeige

Dudek nahm sich vor allem in Privathäusern verbreitete Modelle des Herstellers Linkcom vor. Die Geräte würden in der Regel über eine Mobilfunkleitung mit dem Internet kommunizieren und seien an einem Gehäuse aus rostfreiem Stahl und der Anzeige der Verbindungsqualität zu erkennen. Eine solche Verbindung lässt sich natürlich manipulieren, wenn man etwas Zeit und Equipment in den Angriff investiert. Nach Angaben von Dudek gelang es ihm, mit einer eigenen Mobilfunk-Basisstation die Verbindung mit dem Gerät zu übernehmen.

Downgrading auf 2G

Das funktioniert grundsätzlich ähnlich wie ein IMSI-Catcher, der Mobilfunkgeräte an sich bindet, weil er die größte Sendeleistung in der Region aufweist. Weil neuere Geräte zur Kommunikation statt GSM besser abgesicherte Verfahren wie 3G oder LTE nutzen, muss jedoch zunächst eine Downgrade-Attacke vorgenommen werden. Dies kann mit gezielten Störgeräuschen beziehungsweise Jamming geschehen. Verbinde sich das Gerät dann aufgrund der gezielten Störung mit dem GSM-Accesspoint, finde keine nennenswerte Authentisierung mehr statt. Protokollangriffe seien zwar auch möglich, aber deutlich aufwendiger durchzuführen.

Entsprechende Hardware sei im Internet ohne Probleme zu bekommen, sagte Dudek. Das Gerät Hackrf One sei für rund. 300 Euro bestellbar. Mit einem etwas besseren Bladerf im Vollduplexmodus betrügen die Kosten etwa 400 Euro. Zur Authentifizierung würden lediglich die Telefonnummern der verschiedenen Geräte verwendet, diese lassen sich jedoch spoofen oder umleiten.

Dudek demonstrierte, dass er seine eigene Handynummer einer Gegenstelle im Haus zuordnen und dann mit aus der Firmware-Analyse gewonnenen Informationen Kommandos an die Anlage senden konnte, um etwa die Haustür zu öffnen. Ob er die entsprechenden Hersteller kontaktiert habe, um die Schwachstellen offenzulegen, sagte Dudek nicht.

Andere vergleichbare Systeme würden ebenfalls kritische Schwachstellen aufweisen, etwa Anfälligkeiten für SQL-Injektionen im Webinterface oder Brute-Forcing. Außerdem sei es unter Umständen möglich, die Nummern der Gegenstellen auf Premiumdienste umzuleiten und so Geld zu verdienen.


eye home zur Startseite
timo.w.strauss 30. Dez 2016

Die Antwort ist einfach denke ich. Jeder Hausbesitzer, der billig eine Gegensprechanlage...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Nürnberg
  2. Robert Bosch GmbH, Böblingen
  3. Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  4. Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 27,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)

Folgen Sie uns
       


  1. U-Bahn

    Telefónica baut BTS-Hotels im Berliner Untergrund

  2. Kabelnetz

    Statt auf Docsis 3.1 lieber gleich auf Glasfaser setzen

  3. Virtuelle Güter

    Activision patentiert Förderung von Mikrotransaktionen

  4. Nervana Neural Network Processor

    Intels KI-Chip erscheint Ende 2017

  5. RSA-Sicherheitslücke

    Infineon erzeugt Millionen unsicherer Krypto-Schlüssel

  6. The Evil Within 2 im Test

    Überleben in der Horror-Matrix

  7. S410

    Getacs modulares Outdoor-Notebook bekommt neue CPUs

  8. Smartphone

    Qualcomm zeigt 5G-Referenz-Gerät

  9. Garmin Speak

    Neuer Alexa-Lautsprecher fürs Auto zeigt den Weg an

  10. Datenrate

    Kunden wollen schnelle Internetzugänge



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Flettner-Rotoren: Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
Flettner-Rotoren
Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
  1. Hyperflight China plant superschnellen Vactrain
  2. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  3. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße

Cybercrime: Neun Jahre Jagd auf Bayrob
Cybercrime
Neun Jahre Jagd auf Bayrob
  1. Antivirus Symantec will keine Code-Reviews durch Regierungen mehr
  2. Verschlüsselung Google schmeißt Symantec aus Chrome raus
  3. Übernahme Digicert kauft Zertifikatssparte von Symantec

Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. 30.000 US-Dollar Schaden Admin wegen Sabotage nach Kündigung verurteilt
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

  1. Re: "da es ein shared Medium sei"

    Hakuro | 22:24

  2. Re: Koaxial steht der Glasfaser in kaum etwas nach

    Freiheit statt... | 22:23

  3. Re: Diese Traffic-Preise sind absurd.

    DAUVersteher | 22:22

  4. Re: Ab welcher Version ?

    Tou | 22:18

  5. Re: Versprochene Leistungen sollte eingehalten werden

    SpitzBube | 22:12


  1. 19:09

  2. 17:40

  3. 17:02

  4. 16:35

  5. 15:53

  6. 15:00

  7. 14:31

  8. 14:16


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel