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Gegen Vodafone und 1&1: Telekom will enges Bündnis mit Stadtnetzbetreibern

Telekom-Chef Höttges will ein Bündnis mit den kommunalen Stadtnetzbetreibern, um die Kabelnetzbetreiber und Reseller bekämpfen zu können. Das Angebot kommt nicht aus einer Position der Stärke.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Telekom-Chef redet sich in Rage.
Der Telekom-Chef redet sich in Rage. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Telekom will sich mit den Stadtnetzbetreibern zusammenschließen, um Kabelnetzbetreiber wie Vodafone und den Reseller 1&1 zu bekämpfen. "Ich möchte mich mit Ihnen solidarisieren, verbinden, um Verantwortung für den Netzausbau in Deutschland zu übernehmen", sagte Tim Höttges, Chef der Deutschen Telekom, am 6. Dezember 2017 auf der Jahrestagung des Bundesverbands Glasfaseranschluss (Buglas), in dem viele City Carrier organisiert sind. Die Telekom wolle Mitglied im Buglas werden, kündigte Höttges überraschend an.

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Hintergrund für das Angebot: Die Telekom hat dort, wo Stadtnetzbetreiber FTTB/H (Fiber To The Building/Home) ausbauen, massiv Marktanteile verloren.

Nach den Worten des Telekom-Chefs sollten die Anbieter sich nicht überschlagen mit Datenraten, die sie nach außen verkaufen. "Kein einziger Case sieht für Privathaushalte mehr als 250 MBit/s bis zum Jahr 2025 vor. Keiner kommt auf 1 GBit/s. Darum sollten wir nicht so tun, als ob Glasfaser das einzige Allheilmittel für jeden wäre, ohne die einzelnen Gruppen zu untersuchen", sagte Höttges, der seinen Kupferanteil im Netz so lange wie möglich ausnutzen will, weil Glasfaser Amortisationsraten von 15 oder 20 Jahren haben.

Höttges: FTTH irgendwann mal

"Glasfaser bis zu jedem Haushalt brauchen wir sehr viel später irgendwann mal", sagte Höttges. Die Telekom bringe erst einmal eine gute Grundversorgung mit bis zu 250 MBit/s über Super Vectoring. Das hieße aber nicht, dass Glasfaser nicht erforderlich sei, räumte er ein.

Dagegen täten die Kabelnetzbetreiber überhaupt nichts dafür, zusätzliche Spitzenbandbreiten zu den Menschen zu bringen. Vodafone kündige nur Gigadatenraten an, deren Glasfaserausbau werde aber nur im Footprint des Kabelnetzes stattfinden.

Die Telekom habe 10 Millionen Vectoring-Zugänge errichtet und 2,5 Millionen Kunden auf dieser Infrastruktur gewonnen. Dabei baue "die Telekom überhaupt kein Kupfer mehr aus, wir bauen nur Glas", versicherte der Konzernchef.

Es gebe Befürchtungen der lokalen Verantwortlichen, das durch Micro-Trenching im Frostfall Risse entstünden. Die Telekom werde Städte und Gemeinden künftig bevorzugt behandeln, die diese Verlegemethode ermöglichten und nicht die gesamte Haftung auf den Netzwerkbetreiber abschieben würden.

Die Telekom braucht laut Höttges für den Glasfaserausbau eine andere Regulierung. Wenn die Telekom mit Stadtnetzbetreibern zusammenarbeite, würden diese sonst sofort mit der Regulierung infiziert. "Wir sollen in neuen Märkten auf Zugangs- und Endgeldregulierung komplett verzichten, und auf freiwilligen Open-Access-Zugang setzen", sagte er. Doch dies wollten Vodafone und 1&1 nicht.

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Faksimile 08. Dez 2017

Warum auch. Hochmoderne Kupferkabel halten zig Jahre und Leerrohre verlegen würde...

Dwalinn 08. Dez 2017

Etwas anders habe ich nie behauptet... aber wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist...

Dwalinn 08. Dez 2017

Das was M Net macht ist definitiv toll, genau so wie die Arbeit vieler anderer Stadtwerke...

Faksimile 07. Dez 2017

Und noch ein Beispiel: https://www.az-online.de/isenhagener-land/brome/bergfeld-wird...

Dwalinn 06. Dez 2017

Der Unterschied ist das Vectoring deutlich günstiger im Ausbau ist..... vll reichen da...


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