Gegen Retourenvernichtung: Greenpeace beendet Protest auf Dach eines Amazon-Lagers

Greenpeace hatte anlässlich des Prime Days an einem Amazon-Lager protestiert - gegen die Vernichtung von Retouren. Demonstranten hatten das Dach eines Amazon-Logistikzentrums zweieinhalb Tage besetzt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Protest von Greenpeace auf dem Dach eines Amazon-Logistikzentrums
Protest von Greenpeace auf dem Dach eines Amazon-Logistikzentrums (Bild: Greenpeace)

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben ihren Protest gegen die Vernichtung zurückgesandter neuer Waren auf dem Dach eines Amazon-Logistikzentrums beendet. Am Mittwoch kurz nach Mitternacht verließen 32 Demonstranten das Dach im niedersächsischen Winsen, wie die Polizei mitteilte. Alles sei friedlich und "total entspannt" verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Der aus Versandkartons errichtete Schriftzug "Für die Tonne" sei allerdings zunächst oben geblieben. Die Polizei stellte die Personalien der Aktivisten fest - diese erwarten nun Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch.

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Die Demonstranten hatten nach Angaben der Umweltorganisation für zweieinhalb Tage auf dem Dach des Amazon-Standorts im Landkreis Harburg ausgeharrt. Aus Versandkartons wurde der Schriftzug "Für die Tonne" errichtet, um die Vernichtung von Retourensendungen bei Amazon anzuprangern.

Insgesamt stellte die Polizei in der Zeit die Personalien von 47 Demonstranten fest. Anlass der Proteste von Greenpeace war der sogenannte Prime Day, bei dem Amazon am Montag und Dienstag mit besonderen Rabatten geworben hatte. Ziel war es, gegen die Vernichtung neuwertiger Waren zu protestieren, die der Online-Händler als Retouren zurücknimmt.

Viola Wohlgemuth, Konsum-Expertin bei Greenpeace, sagte: "Wir wollen auf die klimaschädliche Ressourcenvernichtung bei Amazon aufmerksam machen." Nach Darstellung von Greenpeace gehen rund 30 Prozent aller Amazon-Retouren nicht wieder in den direkten Verkauf. Marktführer Amazon hatte dazu im Juni 2019 erklärt, die überwiegende Mehrheit der zurückgegebenen Produkte komme erneut in den Verkauf, gehe an Lieferanten zurück oder werde je nach Zustand an gemeinnützige Organisationen gespendet.

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Die Strafanzeigen für die Demonstranten würden nun bearbeitet und gingen dann an die Staatsanwaltschaft Lüneburg, sagte ein Polizeisprecher. Der Betrieb bei Amazon sei bei der Aktion nicht behindert worden.

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