Gegen Pegida: Informatiker und Bitkom für Flüchtlinge und Vielfalt
Der Vorstand der Gesellschaft für Informatik hat sich für die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und Offenheit für Flüchtlinge in Deutschland ausgesprochen. Das erklärte der Verband(öffnet im neuen Fenster) am 30. Januar 2015 nach einer Sitzung. "Deutschland profitiert von der Zuwanderung aus dem Ausland auf vielerlei Weise", sagte GI-Präsident Peter Liggesmeyer. "Unsere wissenschaftliche Arbeit an den Hochschulen und Forschungsinstituten lebt davon, dass sich unsere Arbeitsgruppen aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Nationen zusammensetzen."
Die Informatiker sprachen sich ausdrücklich dafür aus, Menschen in Notsituationen aufzunehmen und zu unterstützen. Von politischen Strömungen und Einzelmeinungen, die diesen Grundsatz moralisch-ethischen Handelns in Frage stellen, distanzierte sich der GI-Vorstand offensichtlich auch mit Blick auf Pegida.
Auch der IT-Industrieverband Bitkom begrüßt die steigende Zahl(öffnet im neuen Fenster) qualifizierter Zuwanderer. Angesichts des seit Jahren unverändert hohen Fachkräftemangels müssten die Anstrengungen, Deutschland für Hochqualifizierte aus dem Ausland noch attraktiver zu machen, weiter verstärkt werden. Aktuell fehlten in Deutschland 41.000 IT-Spezialisten. Unternehmen, aber auch öffentliche Einrichtungen seien vor allem auf der Suche nach Software-Entwicklern.
"Neben attraktiven Arbeitsplätzen und möglichst unbürokratischen Zuwanderungsregeln müssen sich Interessenten aus dem Ausland hier auch willkommen fühlen. Die derzeit aufgeheizte, lautstarke Bewegung gegen ausländische Mitbürger und Zuwanderer ist nicht nur abstoßend, sie schadet der Wirtschaft", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.
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