Google, Meta, OpenAI, Amazon: US-Konzerne verpflichten sich zu Transparenz bei KI

Bedenken, dass von KI erstellte Inhalte manipulativ genutzt werden könnten, gibt es nicht erst, seit etwa ChatGPT oder Midjourney realistisch anmutende Texte oder Bilder erzeugen. Ebenso lang gehen Überlegungen zurück, wie dem ein Riegel vorzuschieben sei. Gegenüber der US-Regierung haben sich nun sieben Unternehmen verpflichtet, künftig von ihren Systemen erzeugte Inhalte mit einem Wasserzeichen einfacher erkennbar zu machen(öffnet im neuen Fenster) .
Die Unternehmen - neben Google, Meta und OpenAI noch Amazon, Anthropic, Inflection und Microsoft - verpflichten sich, wie US-Präsident Joe Biden bei einer Pressekonferenz mitteilte(öffnet im neuen Fenster) , noch zu zwei weiteren Punkten: So sollen sie die Risiken ihrer Systeme bewerten und die Ergebnisse veröffentlichen, sie gegen "Cyber-Gefahren" sichern und entsprechende Standards schaffen.
Bei den angekündigten Maßnahmen handelt es sich um eine freiwillige Selbstverpflichtung, laut Präsident Biden werde aber auch an Gesetzen gearbeitet. Die Führer von Demokraten und Republikanern im Kongress mäßen den Gesetzesvorhaben höchste Priorität bei. Auch im Rahmen der G7 kooperiere man eng, seitens der EU gab es bereits im Juni Vorstöße zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte .
Das Wie bleibt offen
Eine zentrale Frage allerdings ist bislang ungeklärt: Wie sollen die Wasserzeichen aussehen? Die Anforderungen sind kaum zusammenzubringen: Einerseits sollte es die erzeugten Medien nicht zu auffällig verändern, andererseits muss es leicht zu erkennen sein. Auch darf es nicht allzu leicht zu entfernen sein. Speziell bei Text dürfte das eine Herausforderung werden.
Ein ganz anderes Problem löst die Übereinkunft ebenfalls nicht: Wer KI für manipulative Zwecke nutzen möchte, wird sich kaum durch ein Wasserzeichen davon abhalten lassen - sondern einfach auf ein anderes System umsteigen.



