Gegen Kapitalbeteiligung: US-Quantencomputerunternehmen wollen Regierungsgelder

Mehrere Unternehmen, die an Quantencomputern arbeiten, führen Gespräche mit der US-Regierung, um im Austausch gegen Kapitalbeteiligungen finanzielle Unterstützung zu erhalten. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet(öffnet im neuen Fenster) , ist dies ein Zeichen dafür, dass die Trump-Regierung ihre Interventionen in aus ihrer Sicht kritische Wirtschaftszweige ausweitet.
Zu den Unternehmen, die sich für eine entsprechende Vereinbarung interessieren, gehören IonQ, Rigetti Computing und D-Wave Quantum sowie Quantum Computing und Atom Computing. Die US-Regierung bietet den Unternehmen eine Mindestfinanzierung von jeweils zehn Millionen US-Dollar an und wäre im Gegenzug an den Erlösen der Unternehmen beteiligt.
Weiter heißt es, dass eine Finanzierung der Quantencomputerunternehmen ein erstes bedeutendes Zeichen dafür wäre, welches die US-Regierung diesen Technologiesektor ernst nimmt. Unternehmen wie IBM und Microsoft investieren ebenfalls in diesem Bereich, genauso wie China .
Öffentliche Gelder werden zu Eigenkapital
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump öffentlich geäußert, dass die US-Regierung an den Gewinnen von Firmen beteiligt werden sollte, wenn sie diese mit öffentlichen Geldern unterstützt hat. Im Zuge dessen erhielt die US-Regierung einen Anteil von zehn Prozent am Chipkonzern Intel, nachdem fast neun Milliarden US-Dollar an Zuschüssen in Eigenkapital umgewandelt wurden.
Die Gelder für die angestrebten Finanzierungen stammen aus dem Chips Research and Development Office, welches im Rahmen der Umstrukturierung des Chips Act der Biden-Regierung aus dem Jahr 2022 entstand. Laut dem WSJ wird erwartet, dass die Technologieunternehmen um die Finanzierung konkurrieren werden.