Gegen Huawei: US-Regierung versucht vergeblich 5G Open RAN durchzudrücken

Das Pentagon fordert die US-Konzerne auf, gemeinsam an einer offenen 5G-Technologie zu arbeiten, um eine US-Alternative zu Chinas Huawei zu schaffen. Wie die britische Financial Times berichtet(öffnet im neuen Fenster) , will Lisa Porter(öffnet im neuen Fenster) , verantwortlich für Forschung und Entwicklung im Verteidigungsministerium, den Einsatz von Open RAN. Open Radio Access Networks soll es den Betreibern ermöglichen, handelsübliche Hardware von einer Reihe von Anbietern statt spezielle Systeme der Netzwerkausrüster zu kaufen. Sie haben auch Oracle und Cisco gefragt, ob sie den Eintritt in den Markt in Betracht ziehen würden, wurden aber von beiden zurückgewiesen.
Porter sagte der Financial Times: "Das Schöne an unserem Land ist, dass wir dem Markt erlauben, die Gewinner zu bestimmen."
Führende Regierungsmitglieder der USA haben Zahlungen an die europäischen Huawei-Konkurrenten Nokia und Ericsson erwogen, da kein US-Konzern RAN herstellen kann. Während US-Vertreter Steuererleichterungen für die Entwicklung dieser Open RAN gewähren wollen, äußerten einige Branchenführungskräfte im Gespräch mit der Financial Times Bedenken, dass so bestimmten Produkten Vorteile verschafft würden, die nicht rechtzeitig für den 5G-Rollout fertig werden.
Branchenexperten gingen im Gespräch mit Golem.de davon aus, dass Open RAN heute noch nicht nutzbar ist. Sie erwarten dies erst Mitte der 2020er Jahre oder noch später. Besonders die Energieeffizienz von Open RAN bereite Probleme. Der Einsatz sei eher in Small Cells möglich, aber nicht bei Massive MIMO, wo spezielle Chips zum Einsatz kommen.
Laut Deutsche Telekom(öffnet im neuen Fenster) , die wie viele andere Netzbetreiber zur O-RAN-Alliance gehört, bedeutet Open RAN virtualisierte Netzwerkelemente, White-Box-Hardware und standardisierte Schnittstellen. Auch AT&T, China Mobile, NTT DoCoMo und Orange arbeiten in der O-RAN Alliance mit. Vodafone unterstützt den Ansatz ausdrücklich .



