Gegen Handelsblockade: Neue Freiheit für Chinas Halbleiterbranche

Ohne Einfluss der Partei sind in China eigentlich keine Geschäfte zu machen. Doch die stetig weiter verschärften Handelsbeschränkungen der USA (g+) zwingen die Regierung der Volksrepublik zum Umdenken: Laut Financial Times(öffnet im neuen Fenster) sollen Unternehmen in China künftig frei entscheiden können, wie sie die großzügigen staatlichen Subventionen einsetzen. Zwar wurde auch in der Vergangenheit viel Geld ausgegeben, um in der Halbleiterfertigung von den USA und Europa unabhängig zu werden, die Erfolge waren allerdings gering. Das soll sich nun ändern.
Vorwürfe, dass man die Subventionen bislang zu großzügig verteilt und zu wenig auf die Expertise der Empfänger geachtet habe, kommen laut Financial Times mittlerweile selbst aus dem Verwaltungsapparat. Die aktuell in China gebauten Lithografiemaschinen, so die Zeitung unter Berufung auf einen ungenannten Manager, traue sich kein Unternehmen einzusetzen. Abschreckend sei, dass sie von Akademikern entwickelt worden seien, nicht von Ingenieuren. Die unausgesprochene Kritik: Die Maschinen seien praxisfern und für den Produktivbetrieb nicht zu gebrauchen.